Archive for Dezember 2009

Paderborn – St. Pauli

Dezember 21, 2009

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Sooooo… liebe Leute!
das letzte Spiel der Hinrunde stand nun an. Und das in der Weltstadt Paderborn! Wie immer vor Auswärtstouren luscher ich auf stadionwelt.de rum, um mich über die Stadien zu informieren. Die Arena….. nee das Stadion (ich hasse das Wort Arena) sah schon auf den Fotos aus wie ein Praktiker-Baumarkt. Grau und lieblos von aussen und innen fangen die Tribünen erst in einer bescheidenen Höhe an.  Nützt alles nüchts… PC aus und am Sonntag früh kurz nach 6 Uhr aufgestanden. Um kurz vor 7 Uhr sollte schon der olle HVV-Bus kommen. Also ab ins Bad… fertigmachen, dann in die Küche Brötchen schmieren und anschließend den Rucksack gepackt. Alles nochma gecheckt: Portemonnaie? Ist in der Hosentasche! Handy? Ist in der anderen Hosentasche! Getränke und Essen? Ist im Rucksack! Also, alles dabei!
Dann kam auch schon der Bus und als ich die Anzeige an diesem nicht wirklich lesen konnte, wusste ich das ich doch noch was vergessen hatte.  Die Brille!!! Scheiße!!! Also fragte Melli die Busfahrerin ob sie eine Minute warten könnte. Alles klar, ich zurück ins Haus und die Brille geholt. Wir haben uns bei den anderen Mitfahrern nicht grad beliebtgemacht mit dieser Aktion. Aber was soll`s… der nächste Bus wäre erst in einer halben Stunde gekommen und dadurch, das an den nachfolgenden Stationen bis Poppenbüttel keiner mehr zustieg, war es praktisch wieder ausgeglichen. Mit der S- und U-Bahn Richtung Millerntor gefahren und auf die Busse gewartet, die uns nach NRW bringen sollten.

Kurz nach 8 Uhr ging es dann los. Nach einiger Zeit stellten wir fest, das es doch ziemlich kalt war. Denn die Heizung wollte nich so, wie wir wollten. Wir saßen mit Jacke und Schal im Bus. Sogar die Windschutzscheibe fing von INNEN an zu gefrieren. Die Scheibe musste immer wieder freigekratzt werden. Nach einandhalb Stunden Fahrzeit befanden wir uns auf der Höhe, wo das Busunternehmen ihren Sitz hat (weiss nich mehr wo genau das war… Fallingbostel!?). Der Busfahrer schlug vor, auf den Hof der Firma zu fahren und einen Ersatzbus zu nehmen. Als wir auf dem Hof waren, dauerte es etwas und ein neuer Bus fuhr raus. Wir sind dann rein, nach kurzer Zeit hieß es dann doch wieder alle in den alten Bus. Irgendwie war der Ersatzbus dann doch im Arsch. Der Chef der Busfirma kam, fummelte wohl an der Heizung rum und spühlte warmes Wasser auf die Scheibe. So ging es weiter in Richtung Paderborn, auch wenn es noch arschkalt war. Zwischendurch kam die Info, das wir nach dem Spiel mit einem anderen Bus nach Hause fahren würden.

Jetzt muss ich aber doch noch über einen Idioten bzw. mehrere meckern. Auf den Auswärtstouren werden schon genügend Pausen eingeräumt. Und da wir sowieso schon hinter der Zeit lagen hätte man erwarten können, das sich einige Leute mal mit der Raucherei und dem Pinkelngehen zurückhalten. Aber neeeiiin… es wurden immer wieder Pausen gefordert. Und den Busfahrer oder den Fanbeauftragten diesbezüglich anzumachen geht mal gar nicht!!! Solche Leute sind einfach nervig… aber hauptsache schön hacke sein und immer wieder Bier nachfüllen!!!

Als ich mich noch im Bus über einige Spinner aufregte, beschloss ich mich ein wenig abzulenken und blätterte in meiner „11 Freunde“ rum. Wusstet ihr, das die kleinste Liga der Welt aus zwei Mannschaften besteht? Und zwar aus den Woolpack Wanderers und den Garrison Gunners. Die spielen 16 Mal in der Meisterschaft gegeneinander. Nebenbei werden auch noch zwei Pokale ausgespielt. Was es nicht alles gibt.

Irgendwann haben wir es dann doch nach Paderborn geschafft.  Direkt vor dem Praktiker-Baumarkt geparkt und unser Gepäck in einem anderen Fanbus verstaut. Auf dem Parkplatz haben wir noch Flo von der alten Schule getroffen. Als wir dann gemeinsam rein wollten mussten wir nochmal zwei Minuten warten, weil die Ordner mit dem Andrang etwas überfordert waren. Nach der Kontrolle dann direkt hoch auf die Tribüne. Die Arena… ähh, das Stadion… also der Baumarkt sah genau so aus, wie es auf den Bildern von stadionwelt.de rüberkam. Einfach lieblos. Grau, und überall Werbung… und Stimmung war schon mal gar keine vorhanden (zumindest nicht von den Paderbornern) Wir standen am linken Rand des Stehplatz-Gästeblock. Die Sicht war dafür aber ok, man konnte alles erkennen.

Wir frierten uns noch ein wenig den Arsch ab, bis der Anpfiff kam. In der ersten Hälfte hatten beide Teams gute Chancen, die jedoch nicht genutzt wurden. Man merkte jedoch, das St. Pauli erhebliche Probleme mit dem schneebedecktem Spielfeld hatte. Die Bälle wurden nicht richtig getroffen und der ein oder andere Spieler schlitterte über den Rasen. In der zweiten Hälfte machte Paderborn einiges besser. Durch einen Elfmeter führten sie 1:0 St. Pauli kam oft nicht weiter über das Mittelfeld. So ging der Ball oft zurück in unsere Hälfte und irgendwann ein zweites Mal ins Tor. Erst dann hat man die blau-schwarzen Anhänger akustisch wahrgenommen. Für ein Heimspiel, waren die sonst eher viel zu leise. Charles wurde ausgewechselt, was ich als richtige Entscheidung betrachtete. Mo machte einiges besser und auch gleich Druck. Als er den 1:2 Anschlußtreffer in der letzten Spielminute erzielte, war es leider schon zu spät. Der Abpfiff kam und wir hatten verkackt!

Nach dem Spiel ging es direkt wieder auf den Parkplatz. Wir holten unser Gepäck und suchten vergeblich unseren Bus. „Der ist auf der anderen Seite des Stadions, bei den Paderborn-Fans“ habe ich noch mitbekommen. Nun hieß es erstmal warten. Nach und nach fuhren alle Busse weg und wir warteten verloren in der eisigen Kälte. Irgendwie machten wir uns doch selbstständig und gingen dem Bus entgegen. Da war er! Ein warmer, gemütlicher und moderner Bus. Wie ich mich freute. Auf der Rückfahrt ging es teilweise nur mit 40 km/h voran. Aber ich und meine Bezugsperson waren reichlich versorgt mit Brötchen, Getränke und später noch Keksen, so das es doch recht gemütlich war. Eine St. Pauli-DVD lief auch noch nebenbei. Gaaaaanz entspannt also. Und als ob die zwei Pausen die wir auf der Rückfahrt gemacht haben nicht genug waren, mussten einige ja wieder rumnerven. „Wir müssen ma“ „Wir wollen rauchen“ Kindergarten hoch³! Es gibt auch Leute die nach Hause möchten. Und wenn schon eine Pause eingeräumt wird, dann sollte man auch pünktlich wieder zurück in den Bus kommen. Das ist nicht nur respektlos den anderen Fans gegenüber sondern auch dem Busfahrer und dem Fanbeauftragten, die sich extra den Arsch dafür aufreissen, so eine Reise überhaupt auf die Beine zu stellen!
Auf der Autobahn konnte noch das ein oder andere demolierte Fahrzeug beobachten werden, ehe wir am Hamburger Hauptbahnhof ausstiegen.

An dieser Stelle mal: Many thanks an den Fanladen für die organisierten Auswärtstouren!!! Ohne euch, wäre vieles nicht möglich. Das sollten sich andere Leute auch mal hinter die Ohren schreiben!

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St. Pauli – Greuther Fürth

Dezember 14, 2009

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Boah war ich k.o. als ich am Sonntag Morgen aufstand. Zwar bekam ich doch nicht wie erwartet Besuch vom Muskelkater (am Samstag war ja das Fanclubtunier) aber ich merkte, das meine Bewegungen etwas eingeschränkt waren. Boah, ich werde alt 🙂
Fürth stand nun auf dem Zettel. Auf dieses Spiel hatte ich mich gefreut und war doch sehr optimistisch. Schön am Sonntag ganz gemütlich Fußball gucken, gemütlich ein Bierchen trinken und 2:0 gewinnen.. dachte ich eigentlich. Also den Rucksack gesucht, die Fußballschuhe und Sporthose rausgepackt, die vom Vortag noch drin waren und im Gegenzug den Fanclubbanner eingesteckt.

Am Vorplatz der Südkurve angekommen trafen wir auch unsere Freunde von den Simulanten. Die teilten uns noch mit, dass wir am Vortag beim Hallentunier aufgerufen wurden um unsere Urkunde abzuholen.  Konnten wir uns gar nicht vorstellen, wir mussten das schlechteste Team gewesen sein. Ich stellte mir eine Art goldene Himbeere oder einen Puddelkönig-Pokal (wie es dem beim Kegeln gibt) vor. Also diesbezüglich später mal im Fanladen nachfragen.

Im Stadion drin dann unsere Plätze auf der Süd eingenommen. Melli stand noch am USP-Stand an (Stand am Stand an.. geil ^^) um die neueste Bommelmütze und Schweinske-Cup-Karten zu ergattern und ich schmökerte in der Gazetta und dem Übersteiger (geniales Cover mit Naki) rum.
Nach und nach trudelten unsere Leute ein und die Schüler und Lehrer des Wirtschaftsgymnasiums bezogen auch wieder ihre Stellung im Schulgebäude.

Das Spiel fand‘ ich eigentlich gar nicht schlecht. Wir hatten Fürth die meiste Zeit im Griff gehabt. So stand es nach einer Weile 1:0 durch Charles und in der zweiten Halbzeit (ich hätte nicht gedacht, das der Torwart den reinlässt) 2:0 durch Rouwen.  Danach gab es eine Phase, in der die Kleeblätter doch ganz schön Druck gemacht hatten. Daraus folgte das 1:2. Naja, sehr ärgerlich fand‘ ich es nicht (noch nicht, wer hätte gedacht, was noch folgen sollte) selbst die Fürther Fans haben sich nicht mehr wirklich gefreut. Auch die dachten wohl nicht mehr an einem Punkt.
Nun nahm die Partie doch eine tragische Wende. Alles ging teilweise so schnell, das ich  hinterher die Fernsehbilder der Flimmerkiste brauchte um alles zu realisieren, was da überhaupt abging.

Die Kleblätter setzten in der 90. Minute zu einem Freistoß an. Der Fürther Keeper Lobué rannte nach vorne, um für Verwirrung in unserem Strafraum zu sorgen. Hain klärt noch zur Ecke, bekommt den Ball aber anschließend in seine Hände. Es wurde ein schneller Konter gestartet… Pass auf Naki der nur noch ins leere Tor einnetzen musste. Alle jubeln! Selbst auf der Anzeige-Tafel wurde das Tor gemeldet, mit Musik und dem ganzen Gedöns. Wie ich später in der Flimmerkiste sah, wurde selbst der offizielle Spielstand im TV in einem 3:1 umgewandelt. Aber denkste…! Abseits. Was ich bis zum Abend nicht wusste, wenn der Keeper weit draussen ist, zählt letzter Mann. Noch bevor wir wussten was los war… Tor oder nicht Tor!? klingelte es bei Hain im Kasten. Zack! 2:2! Was ging denn nu ab??? Ein bischen sehr übertrieben fand‘ ich den Jubel der Fürther schon. Die haben kaum was geleistet und freuen sich nun ein Keks.
Ich gebe zu, das ich im Stadion zu den gehörte, die ordentlich sauer waren und gegen den Schiri gemeckert haben.  Da ich die Abseitsregelung als solche nicht erkannt habe und mir das Fürther Ausgleichstor unberechtigt vorkam. Wie gesagt, als ich später das Spiel in der Flimmerkiste sah bekam ich doch noch einen anderen Blickwinkel auf die umstrittenen Szenen.

Wie dem auch sei, ob berechtigt oder unberechtig. Meckern darf jeder wie er will, aber Becherwürfe sind scheiße. Nicht nur das oft Unbeteiligte getroffen werden, sondern bei den ganzen Geldstrafen vom DFB kann es auch ganz schön an die eigene Vereinskasse gehen.

Nach dem Spiel sind wir noch mit alle Mann/Frau in den Fanladen und haben die Paderborn-Karten abgeholt.  Und haben  mal nach der Urkunde gefragt. Es gibt wohl tatsächlich eine für uns. Wie ich das verstanden habe, für alle Fanclubs eine Art Teilnahmeurkunde. Finde ich irgendwie prima! Scheiße gespielt, und dennoch eine Urkunde *froi* Müssen wir noch in der Woche abholen. Es war zu viel los im Fanladen.

Also, alle nach Paderborn! Mannschaft nach vorne schreien und 3 Punkte einsacken!


21. Millerntor-Cup

Dezember 12, 2009

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Vor einigen Tagen schon haben wir Fanclubintern alles geplant. „Ich bin dabei“ „Ich auch“ hörte man von allen Ecken. Prima! Das sollte doch keine Schwierigkeit sein. Am Anfang haben genug Leute zugesagt, so das wir über der Mindestanzahl von fünf Spielern lagen und während der Spiele hätten mehrmals auswechseln können. Dann sagte doch einer nach dem anderen ab. Wir waren trotzdem noch fünf Spieler, also keine Sorge. Einen Tag vor dem Tunier erreichte mich dann noch eine Absage. Hmpf!
Also nach Ersatz suchen. Eine Anfrage ins Forum gestellt und jedem im Messenger anquatschen. Tatsächlich meldete sich eine sehr gute Freundin bei mir. Ihr Freund hat sich bereiterklärt zu spielen. Puh, das war knapp.
Am nächsten Morgen aufgestanden, Rucksack packen und dann…. man glaubt es nicht, die nächste Absage. „Wir hatten gestern Weihnachtsfeier, bin voll im Arsch“ stand in der sms. War auch nicht mehr zu erreichen. Boah nee oder??? Schade, das die Zuverlässigkeit bei einigen manchmal doch seeeeeehr zu Wünschen übrig lässt. Mel, die eigentlich gar nicht spielen wollte und mit Fußballspielen so viel zu tun hat, wie der HSV mit dem erreichen eines Titel sprang netterweise ein. Ganz schön gehandicapt kann ich euch sagen! Egal, es gibt keine Ausreden. Man muss das beste aus der Situation machen.

An der Halle angekommen, warteten wir zu erst noch auf Ronny. Der war vorher auch noch auf’m Kiez unterwegs und hat es geschafft dabei zu sein. Was ich ihm hoch anrechne!  Also sind wir schonmal reingegangen. Umgezogen und schon mal warmgemacht. Janine und Lee (die Freundin, dessen Freund zugesagt hat) kamen kurz darauf nach. Wir waren nun komplett. Als ich uns sechs so sah, fiel mir echt ein Stein vom Herzen.

Um 10:36 unser erstes Spiel gegen die Millerntorrocker. Zwei, dreimal wurde unsere Abwehr gekonnt ausgehebelt und so erhielten wir eine 0:3 Packung. 8 Minuten auf dem Feld und schon waren wir so fertig. Einige von uns haben zuletzt in der Halle gespielt, da gingen sie noch zur Schule. Wieder auf die Tribüne und Gedanken über die taktische Aufstellung gemacht. Als wir an die perfekte Formation glaubten und zum nächsten Spiel gegen Pommes braun-weiß aufgelaufen sind, wurden wir wieder 0:3 vom Platz geschickt. Bei dem ganzen Chaos bei uns wären wir wohl in der Spaßgruppe ganz gut aufgehoben. Obwohl, wahrscheinlich hätten wir da schon Schwierigkeiten gehabt. So konnten wir unser drittes und letztes Spiel gegen die Tresenkurve ohne Druck angehen. Die waren sicher weiter und wir draussen. Ich träumte wenigstens von einem Ehrentreffer. Das Spiel wurde angepfiffen. ZACK! Da stand es schon 0:2. Verbale Gewalt kam von den Simulanten, als der Ball bei ihnen auf der Tribüne landete. 🙂 Das hat noch ein Nachspiel beim DFB, hehe! 🙂
Naja, das Spiel endete 0:4.

0:10 Torverhältnis nach drei Spielen. Immerhin kann man sagen, unsere Spiele waren Torreich.  Anschließend gab es noch ein gemeinsames Foto mit allen Fanclubs.  Das erste Mal dabei und gnadenlos durchgereicht. Es gibt vieles, was wir nächstes Mal besser machen müssen und auch machen werden. Von der Planung bis zum kleinen konditionellen Training.

Ein riesen DANKESCHÖN geht an:
Janine & Lee – Ohne euch hätten wir fast nicht mehr mitspielen können! Danke für den Einsatz und das Fotografieren
Ronny – Obwohl du die Nacht zuvor Unterwegs warst, warst du trotzdem da und hast mitgespielt!
Mel – Dafür, das das Fußballspielen nicht dein Ding ist, lief es im letzten Spiel doch ganz ordentlich 😉
Und ein riesen Dank geht an alle Verantwortlichen, die dieses Tunier ermöglicht haben!

Grüße gehen an:
Die Simulanten – Ihr Hooligans ihr  🙂
Breitseite – Eure Shirts fanden wir ziemlich geil und die Idee mit den kleinen Geschenken für eure Gegner war witzig!
Flo von der alten Schule – Danke für die Aufkleber!
Alle unsere Gegner!