Archive for Februar 2010

St. Pauli – FSV Frankfurt

Februar 14, 2010

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Da wären wir wieder… auf einem Freitag, gleich das zweite Mal hintereinander und wieder um 18 Uhr. In unser traditionellen Tipprunde im Büro, traute jeder St. Pauli einen hohen Sieg zu. Oooh, wie man sich doch irren kann.  Dank der beschissenen Anstoßzeit kamen wir alle ma wieder recht spät an. Eine halbe Stunde vor Anpfiff ist natürlich schon alles rappelvoll. So mussten wir diesmal weit unten stehen. Und auch nur am Rande vom Aufgang. Die Ordner bemühten sich immer wieder, den Aufgang freizuhalten. Gleichzeitig entschuldigten sie sich auch allerdings dafür „Sorry, das müssen wir machen.. Anweisung… tut uns echt Leid“ Was ich nicht schlimm finde, da ich ein Freund von freigehaltenen Aufgängen bin. Nur direkt daneben stehen ist irgendwie ungewohnt. Auf der einen Seite hast du einen Nachbarn zum späteren einhaken, auf der anderen Seite nichts. Hat aber auch seinen Vorteil, falls man doch nochmal kurz hoch muss.

Als ich meinen Blick vor dem Anpfiff Richtung Gästeblock warf, konnte ich keine Zaunfahne oder andere Transpis der Frankfurter erkennen. Vielleicht auch nur übersehen. Aber wirklich was großes war da nicht.  Das Spiel war gezeichnet von vielen vergebenen Chancen. Deniz Naki ärgerte sich richtig, als er seine Vorlage von Rothenbach leider nicht nutzen konnte. In der ersten Hälfte fand das Spiel auch überwiegend in der Hälfte der Frankfurter statt. Aber entweder kamen wir einen Tick zu spät und erreichten den Ball nicht mehr, oder dieser wurde knapp daneben verschossen. Das positivste an den ersten 45 Minuten war, das die Frankfurter Fans den „Saankt Pauliii“ Wechselgesang mitgemacht haben. Sehr lobenswert! 10 Minuten vor der Halbzeit ging Melli, in Begleitung mit Barbie dann raus ins Clubheim. Sie fühlte sich nicht besonders, und entschloss sich die zweite Hälfte im Clubheim anzusehen.
In der zweiten Hälfte wurde mehr Druck gemacht. Doch auch ein Schuß aus weiterer Distanz von Kruse verfehlte um Zentimeter das Tor.  Vereinzelt kam auch der FSV zu seinen Chancen. Doch genau so wie bei uns, konnten diese nicht genutzt werden. Beide Mannschaften konnten kein Tor erzielen… aus zahlreichen Torgelegenheiten konnte nicht ein einziges Mal eingenetzt werden.
Das sind die typischen Spiele… am Anfang biste Favorit, wo nur über die Höhe des Sieges diskutiert wird. Und am Ende würgt dir der Gegner ein Unentschieden rein. Ein gefühlter Sieg für Frankfurt, eine.. naja ich will nicht sagen gefühlte Niederlade für uns, aber es sind wichtige Punkte liegengelassen worden.

Nach dem Spiel ging es schnell raus, Melli und Barbie aus dem Clubheim einsammeln. Ihr ging es wohl wieder etwas besser. Und sie hatte jemanden dabei. Einen Bayer. Andi hieß er. Wo kam der denn nu her? Die Mädels haben ihn und seine Kumpels im Clubheim kennengelernt. Die waren eigentlich nur zufällig vor Ort. Als sie erfuhren das St. Pauli spielt, waren sie ins Clubheim gekommen um das Spiel zu sehen. Melli gab Andi ihre Dauerkarte damit er sich die zweite Halbzeit von der Tribüne aus ansehen konnte. Nach dem Spiel ist er dann zum Südkurvenvorplatz zurück. Etwas verwundert war er, das das Spiel so schnell beendet ist. „I dacht, da gäb’s a drittes Drittel“ „Wie? Ein drittes Drittel? Beim Fußball???“ „I spiel eigentlich nur Eishockey. War noch nie beim Fussball“ Aaah, alles klar. Für manche sind andere Sportarten halt von größerer Bedeutung, so das es auch vorkommen kann das man von Fussball nicht viel mitbekommt. Unbegreiflich für mich… hallo? FUSSBALL!  Stell dir vor, du landest nur zufällig am Stadion, bekommst noch für eine Halbzeit eine Dauerkarte, hast kein Plan von nix und das auch noch bei SANKT PAULI! Wie geil ist das denn 🙂

Jedenfalls gingen wir gemeinsam mit Andi noch in den Fanladen, in dem wir ihn unsere kleine St. Pauli Welt erklärten und lecker Käse-Lauchsuppe mit Fladenbrot gegessen haben. Danke an die Leute von den Fanräumen, die für diesen Gaumenschmaus verantwortlich waren. Lange konnte Andi nicht bleiben. Seine Jungs warteten schon auf dem Kiez auf ihn. Naja wenn Touristen hier in Hamburg sind, verschlägt es wohl die meisten früher oder später dahin.

Jetzt ist schon Sonntag und der Spieltag ist fast durch. Wo war Augsburg eigentlich die ganze Hinrunde? Die haben schon wieder gewonnen und beißen sich am dritten Platz fest. Jetzt liegt es noch an Kaiserslautern das wir für diesen Spieltag Tabellenführer bleiben. Und selbst wenn nicht, heißt es nächste Woche wieder: Arsch aufreissen. Denn leicht wird es am Betzenberg nicht. – Christoph

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St. Pauli – Karlsruher SC

Februar 7, 2010

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Yeeah, ein Flutlichtspiel am Freitagabend und das schon um 18 Uhr! Der DFL sei Dank! Deswegen durfte ich meine Schicht im Büro eine Stunde vorverlegen. Also um 8 Uhr anfangen und um 17 Uhr Feierabend. Mir bleibt also immer ein kleines Zeitfenster, um von der Arbeit zum Stadion zu gelangen. Ein zu kleines wie ich finde. Aber vom Berliner Tor noch gut zu schaffen. Es ist ganz schön quälend in der Firma zu hocken und per SMS-Ticker von den anderen auf dem laufenden gehalten zu werden. „Sind grad im Clubheim“ „Kaufen jetzt ne Gazetta und die Fanräume-Zeitung“ „Gehen rein, und hängen gleich unseren Fanclub-Banner auf“ Ja danke, und ich häng hier auf der Arbeit rum.  Als ich 17:20 Uhr an der U-Bahn Station St. Pauli ankam, machte das Heiligengeistfeld der Schlittschuhbahn im Planten und Blomen ordentlich Konkurrenz. Denn dort konnte man auch prima rummutschen, ausrutschen, auf die Nase fliegen und das ohne Eintritt zu zahlen.

Am Stadion angekommen, noch 5 Minuten angestellt, reingegangen, Astra geholt (Feierabendbier musste sein) und auf der Süd die anderen Konsorten begrüßt. Manon ersetzte diesmal Maik von uns da er nicht mitkommen konnte. Sie war zum ersten mal bei unserem FC. Ich hoffte daher nicht nur auf einen Sieg, sondern auf gute Stimmung und ein ansehliches Spiel. Es soll ja ein guter Eindruck entstehen, damit man mal wieder kommt sich nicht bei einem anderen Verein verirrt 🙂

Zumindest das Spielfeld glich einem Acker. Wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte man da sicher gut Gemüse anbauen können. Das wär doch was, Gemüsevermarktung à la braun-weiss.
Das Spiel war nicht grad das derbste. Wieder mal viel im Mittelfeld. Viele Bälle hätten mit mehr Druck gespielt werden müssen, da sie auf dem Platz immer wieder eingeschlafen sind (die Bälle, nicht die Spieler *g*) In der 24. Minute gab es dann den Freistoß aus ca. 35 Meter. Mein Blick fiel allerdings eher auf Ebbers der sich weiter vorne positionierte, da ich dachte das der Ball hoch reingebracht wird. Nix da, Hennings ballertedie Pille direkt in den Kasten von Miller. BOOM! Da war das Ding drin! Tor des Monats!  In der 40. Minute konnte der KSC den Ball noch reinschieben. Naki verdaddelte leider den Ball im Zweikampf und Hain musste abwehren. Der prallte aber zurück, direkt vor den Füßen von Chrisantus… 1:1 Aber machte nichts, kurz darauf machte Hennings sein zweites Ding rein, nach einer Flanke von Oszipka. So übernahmen wir wieder die Führung.

Am Ende der Halbzeit nebelten sich die KSC-Fans noch ein wenig ein, ehe es weiter ging. Hennings hatte leider kurz danach einen Freistoß vergeben. Wär aber auch zu schön gewesen, zwei hintereinander reinzumachen ^^ St. Pauli war weiterhin die dominierende Mannschaft. Leider wurde uns noch ein klarer Elfmeter verwehrt, aber zum Sieg hat es trozdem noch gereicht.

Nach dem Spiel ging es kurz ins Jolly. Die neue „In the streets of Hamburg“ erworben. Die aktuelle Ausgabe habe ich  noch nicht gelesen, kann ich aber grundsätzlich empfehlen. Astra gekauft, Astra getrunken und wieder raus. Die Mädels fanden es doch noch zu voll. Also rüber zum Fanladen. Auf dem Weg dorthin, sahenwir von hinten 3 Männer mit jeweils einem blau-weissen Schal und Mütze. „Häää?.. 3 Rauten schon jetzt auf dem Weg nach Köln?… ach nee alles klar, nur drei KSC-Fans“  Wir kamen ins Gespräch und auf die Frage wo man noch hingehen könnte schlug ich den Fanladen vor. „Dort kann man was trinken und heute wird sogar gekocht.“ Die 3 freuten sich und nahmen den Vorschlag dankend an. Der eine schenkte Mel sogar seine blau-weisse Blumenkette. An der Kreuzung zum Fanladen verweilten wir noch kurz, da der Rest von uns zurückgefallen war. Bis auf einma ein Mädel zu uns kam und meinte, das wir hier grad sehr schlecht stehen. Anscheinend passte es ihr nicht, das wir mit drei KSC-Fans dahin wollten. Wir sollten doch woanders hin, sagte sie. Leider verschwand sie zu schnell zu ihrer Gruppe zurück, als wir das hätten klären können. Ich wollte kurz in den Fanladen rein und mal nachfragen ob es Probleme gäbe. Da war einfach zu viel los. Bin dann zurück zu den drei KSC-Fans. Die waren aber zu verunsichert und wollten nicht für Streß verantwortlich sein. So zogen sie leider weiter planlos Richtung Kiez. Schade das einige wohl sehr untolerant sind. Bei HSV oder Rostock Fans ist es nachvollziehbar. Aber beim KSC?

Im Fanladen beruhigten wir uns dann wieder. Es gab schließlich gutes Essen! Vielen Dank an die Köche! Manon erzählte uns, das sie gerne mal wieder mitkommen würde, wenn eine Dauerkarte frei ist. Juhu, unser Verein hinterlässt also einen guten Eindruck. Nach dem Essen sind wir nochma ins Jolly (boah, hin her, hin her *g*) Wir trafen noch Flo von der alten Schule der sich mit ein paar anderen über Hörspiele unterhielt. Da kann ich mitmachen! Mit den Drei Fragezeichen kenn ich mich super aus. TKKG geht auch noch so. Beim Thema Fünf Freunde bin ich allerdings aufgeschmissen. Anschließend ging es nochma kurz ins Clubheim und wir sahen auf der Leinwand wie Hertha einen weiteren Schritt Richtung Abstieg gemacht hat. – Christoph