Archive for April 2010

St. Pauli – TuS Koblenz

April 26, 2010

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Hoch hinaus!

Ja, ich weiss… wir sind mal wieder spät dran. Ich wollte das Spiel nicht unbedingt sacken lassen, aber mit einer gewissen Distanz betrachten. Zu geflasht waren wir noch am Freitag und kurz danach. Am Samstag / Sonntag wurde zu sehr das gute Wetter genossen und in der Sonne an das gute Spiel zurückgedacht. Aber back to friday:

Für mich gab es zwei Stunden früher als üblich Feierabend, daher konnte ich mit den anderen früh am Stadion sein. Manon war diesmal mit am Start. Ein gutes Zeichen, denn als sie das letzte mal mit war, haben wir den KSC durch den derben Freistoß von Hennings besiegt. Die Mädels holten den für Melli vorbestellten St.Pauli Wasted Youth! Schal ab (schickes Ding), während ich auf der Süd schon einmal Stellung bezog. Die Magic-St. Pauli Crowd begrüßt und kurz darauf kam auch schon Maik an. Gutes Wetter, Freitagabend und ein Gegner aus dem Tabellenkeller… was will man mehr? Nebenbei schreitet der Bau der Haupttribüne in vollen Zügen voran. Ein paar neue Betonträger sind montiert, die noch mehr die Größe der neuen HT Richtung Spielfeld erahnen lässt.
Wir hätten ja gern eine Loge da oben, so ne Art Partybunker. Im Gegensatz zu den ganzen Yuppies würden wir lauter Freunde einladen und ordentlich Rabatz machen. Große Fahnen mitnehmen, die Mannschaft supporten und ab geht’s. Naja, träumen darf man ja mal…

Vor dem Spiel wurde sich schon einmal warmgesungen und die Vorfreude auf einen leichten Gegner stieg. In den ersten 15 Minuten des Spiels war bis auf ein Angriff von uns nichts weiter los. Ein Schuss von Koblenz noch, der landete aber irgendwo im Nirgendwo. Richtig los ging es ab der 30. Minute, als Takyi nach einem Foul vom Koblenzer Hartmann einen Elfmeter zugesprochen bekam. Bruns lief an, und schoss links daneben. Der Shiri erkannte allerdings, das die Gegenspieler zu früh in den Strafraum liefen und ließ den Elfmeter wiederholen. Matthias Lehmann durfte ran und…. verschoss ebenfalls. Er hatte die gleiche Ecke wie Bruns ausgewählt  und diesmal wehrte der Torwart den Ball ab. Zwei mal die gleiche Ecke aussuchen? Nee, dann doch lieber irgendwo rechts hinballern. Koblenz kam noch zu einer letzten Chance in der ersten Hälfte, aber Morena war hellwach und konnte klären.
Dann ging’s ganz schnell. Takyi rannte vom Flügel auf die Innenseite des Feldes und versenkte den Ball endlich in der 42. Minute. Kaum war der Torjubel vorbei, da startete Ebbers einen super Angriff. Ein Pass auf Naki, ein Abpraller vom Torwart.. ein Haken geschlagen und der zweite Versuch war drin. 2:0! Eine Freundin hatte am Nachmittag noch mit ihm telefoniert. Ich ließ ihm ausrichten, dass er ein Tor machen solle. Also, danke dafür 😉

Während der Halbzeit wurde Maik noch von jemanden angeschnauft, der drei Reihen unter ihm stand. Angeblich war Maik daran Schuld, dass er nun ein Brandloch in seiner Jacke hatte. Maik hatte zwar eine geraucht, es war aber physikalisch unmöglich gewesen, ihn zu treffen oder an seine Jacke zu kommen. Er hatte wohl vorher noch jemanden anderen angemeckert, der aber auch seine Unschuld beteuerte. Naja, man sollte sich erstmal ziemlich sicher sein, bevor man die Leute anmotzt. Manche nörgeln halt gerne auf Verdacht.
Weiter ging es in der zweiten Hälfte. Nachdem es am Anfang etwas stockte, machte Takyi nach einer Vorbereitung von Deniz Naki sein zweites Tor im Spiel. Zack, 3:0! Und es dauerte nur knapp eine Minute, der Jubel war noch nicht verstummt, da klingelte es wieder im Kasten von Koblenz. Ein langer Pass auf Ebbers, der brauchte den Ball nur noch am Torwart vorbeischießen und da hatten wir das 4:0! In der 69. Minute war es Rouwen Hennings, der einen hohen, langen Pass aus unserer Hälfte bekam. Auch er hatte keine Schwierigkeiten, den Ball zu versenken. Doing, 5:0!  So macht es doch Spaß! Fünf Minuten später bekamen wir wieder einen Elfmeter…. bloß nicht wieder verdaddeln. Lehmann trat an, suchte sich die gleiche Seite wie beim letzten Elfmeter aus, aber diesmal war er drin. Nichts zu halten für den Koblenzer Torwart. Krach, 6:0! Das Koblenz kurz darauf noch ein Ehrentor erziehlte, bekam kaum einer mit. War auch nicht so wichtig. Zwei Mal noch gewinnen in dieser Saison und dann lacht uns die Sonna aber mal so richtig ins Gesicht!

Nach dem Spiel ging es noch kurz zur 90er Jahre Party der alten Schule. Mir wurde wieder klar, wie schön trashig diese Mukke doch damals war. Aber nach ein, zwei… drei, vier, fünf Bier kann man gut dazu tanzen 🙂 Danach ging es ab in die Heia, vom magischen Sankt Pauli träumen. – Christoph

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St. Pauli II vs. Stellingen II

April 18, 2010

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Schade Schokolade

Ja, wir waren nicht in Berlin. Da wir wussten, dass es nichts mit einem Sieg bei den Unionern wird, haben wir gedacht, die Niederlage gegen die kleinen Stellinger tut’s auch. Nee, eigentlich haben wir schlichtweg den Vorverkauf für die Auswärtskarten verpennt. Es mangelt ein wenig an Organisation bei uns, daher wollen wir zur nächsten Saison einiges besser machen.

Auf dem Weg zum Millerntor trafen wir viele Rauten die zum Erstligaspiel gegen Mainz in die Parkhausarena wollten. Nur eine kleine Handvoll von denen, verirrte sich zum kleinen Derby. Vor dem Spiel gab es im Clubheim die Erste gegen Union auf der Leinwand. Schön wenn eine Abseitsfalle mal so richtig verkackt… grr! Naja vielleicht macht die Zwote es ja besser. Die meisten gingen anschließend vom Clubheim direkt auf die Südtribüne. Sehr schön, das vor dem Spiel viele Old School St. Pauli-Lieder gespielt wurden. Insgesamt waren 874 Zuschauer vor Ort und es herschte doch gute Stimmung. Die paar Stellingen-Fans hat man eigentlich nur gehört, wenn es „Scheiß St. Pauli-Rufe“ gab. Sonst saßen die eher rum und haben wohl gepennt. Von uns gab es einen recht ordentlichen Support.

Besonders bemerkenswert fanden wir den sehbehinderten Fan auf dem Stehplatzbereich der Süd. Wenn wir das richtig mitbekommen haben, hat sein Begleiter ihn den Spielverlauf mündlich mitgeteilt. Und die beiden haben ordentlich Rabatz gemacht. RESPEKT dafür!

Das Spiel war.. naja, wie Niederlagen halt so sind. In der ersten Halbzeit war Stellingen nicht wirklich gefährlich. Wir aber auch nicht. Die zweite Hälfte sah schon anders aus. In der 58. Minute schlug das 0:1 ein. Auf beiden Seiten ging es härter in die Zweikämpfe. Jan-Philipp Kalla durfte sich auch noch eine rote Karte abholen. Leider bekamen die Schwarz-Weiss-Blauen in der 77. Minute auch noch einen berechtigten Foulelfmeter, nachdem Dennis Theißen seinen Gegenspieler im 16er am Arm nach unten riss. Als sechs Minuten später noch das 0:3 fiel, war alles klar.

Nachdem das Hinspiel klar mit 0:4 verloren wurde, ist die Revanche nicht gelungen. Nach der guten Leistung beim Chemnitz-Spiel habe ich aber durchaus mit einem Sieg gerechnet. Es wird schwer im Kampf um den Klassenerhalt – Christoph

St. Pauli – FC Augsburg

April 13, 2010

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Nie mehr Montagabend.. nie mehr, nie mehr…

Einmal noch mussten wir an einem Montag ran. Ich hoffe, es war das letzte Mal, wenn ihr wisst was ich meine. Also ging es direkt von der Arbeit los. Am Berliner Tor noch Melli eingesammelt und erstmal auf dem Weg zum Fanladen gemacht. Dort wurde dann gleich das neue FCSP-Shirt und ein Fanräume-Feuerzeug gekauft. Warum sich Melli das besorgt hat, weiss ich eigentlich gar nicht. Sie raucht ja nicht… vielleicht wegen dem integrierten Flaschenöffner? Nee, sie hat ja schon einen am Schlüsselbund. Weil es gut aussieht? Wieso fällt mir so was immer erst auf, wenn ich schon den Bericht schreibe? Keine Ahnung!
Danach ging es zum Südkurvenvorplatz, die neue Fanräumezeitung ergattern und anschließend noch im Fanshop bummeln. Melli interessierte sich für ein Halstuch und bat mich, es für sie zu kaufen. Sie bot mir dafür ein Bier und ein Fischbrötchen im Stadion an. Nach meiner Rechnung würde das aber fast genauso viel kosten wie das Halstuch. Rausgekommen ist sie übrigens mit einer Fliesjacke. Da versteht einer mal die Frauen *duck und weg*

Nachdem wir noch Flo am AFM-Container getroffen haben, ging es auch schon rein. Maik und Barbie waren diesmal nicht mit. Dafür war Vaddern nach langer Zeit mal wieder am Start. Der kam aber auch so spät, das er ganz wo anders stehen musste. Als ich noch mal vor dem Spiel kurz raus musste, waren die Treppenaufgänge so voll, dass man Ewigkeiten brauchte um nach oben zu gelangen. Die Ordner hatten wirklich alle Mühe, den Weg mehr oder weniger frei zu halten. Sorry, aber wenn man noch die Zeit hat sich ein Bier zu beschaffen, muss man nicht erst in den letzten fünf Minuten kommen und sich frech in den Weg stellen.
In den ersten zwanzig Minuten gab es diesmal keinen Stimmungsboykott. USP verständigte sich darauf, den Schwerpunkt der Proteste gegen die Anstoßzeiten auf andere Punkte zu verlegen. Für so eine wichtige Partie, wahrscheinlich eine gute und sinnvolle Entscheidung. So hieß es von Anfang an: ALLES geben! Die Mannschaft wurde von allen Seiten lautstark unterstützt. Allerdings haperte es in der ersten Hälfte mit der Spielweise bei den Braun-Weissen. Beide Mannschaften erarbeiteten sich Chancen und waren ungefähr gleich stark. Torlos ging es allerdings in die Pause. In der zweiten Halbzeit wurden wir mehr und mehr stärker. Ebbers vergab in der 50. Minute eine Chance, doch eine Minute später brachte Lehmann das Stadion zum Beben! Von der rechten Seite ballerte er den Ball ins untere, linke Toreck.  Kurz darauf traf Michael Thurk in unser Tor. War aber Abseits, so stand es weiter 1:0 für die Guten. Weitere Möglichkeiten ergaben sich für Naki und Takyi, aber das 2:0 machte Ebbers, als er den Ball mit der Brust annahm und aus einer Drehung heraus den Ball versenkte. Als sich Thurk in der 78. Minute verletzte, musste der aktuelle Spitzenreiter der Torschützenliste ausgewechselt werden. Es war unser Spiel! Und in der 83. Minute machte Marius Ebbers nach einem Durchmarsch in den gegnerischen Strafraum den 3:0 Siegtreffer! So eine saugeile Stimmung gab es lange nicht mehr am Millerntor. Nach all dem Streß, der die Fanszene gespalten hatte, tut diese positive Euphorie einfach gut.

Nach dem Spiel ging es direkt nach Hause. Etwas nervig ist es, dass es sich immer staut wenn der DOM am Start ist. Scheiss DOM! Aber nach so einem Sieg, sah ich es doch etwas gelassener entgegen. An der U-Bahn Station St. Pauli noch ein Astra geholt und rein in die Bahn. Einige schwärmten schon von möglichen Gegnern in der nächsten Saison und ich war immer noch total begeistert vom Spiel. – Christoph

Fortuna Düsseldorf – St. Pauli

April 6, 2010

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Alles fit for fun?

Düsseldorf stand an und das schön auf’m Montag. Zwar am Ostermontag, dennoch ist es beschissen wenn am nächsten Tag Schule / Arbeit ansteht. Viele aus dem Fanclub konnten sich also nicht für die Tour begeistern. Einzig Maik sagte zu, obwohl er am darauffolgenden Tag um 6:30 Uhr wieder bei der Arbeit sein musste. Ich habe mir noch für den Dienstag einen Tag freigenommen.
Gegen 10 Uhr wurden dann Brötchen geschmiert und anschließend mit den Getränken und einer 11 Freunde Zeitschrift im Rucksack verstaut. Wir hatten vergessen, die Akkus von der Kamera aufzuladen. Daher musste die mittelmäßige Handycam diesmal herhalten. Eigentlich waren wir doch zu dritt, denn Melanie bat mich Paul mitzunehmen. Paul ist der kleine St. Pauli-Teddy der auf einigen Bildern zu sehen ist. Er sollte Glück bringen… naja ok, kommt er halt mit.
Maik und ich beschlossen mit dem Auto zum Millerntor zu fahren und den Wagen dort abzustellen. Das Risiko, früh Morgens vom Rückweg wieder anzukommen und unendlich lange auf die Bahn zu warten wollten wir nicht eingehen.

Wir parkten gegenüber vom Millerntorstadion und gingen zum Platz wo früher mal das Clubheim stand. Hat dieser Standort eigentlich noch einen eigenen Namen? Werden die Leute in einigen Jahren immer noch sagen: Wir treffen uns dort, wo früher mal das Clubheim stand? Lustig wär es ja.
Als wir also am Treffpunkt wo früher mal das Clubheim stand angekommen sind, haben wir noch Zecke und Jessy von Magic Sankt Pauli begrüßt, die kurz darauf in Bus Nummero Uno einstiegen. Wir hatten wieder Bus Zwei. Im Bus noch die Sachen verstaut, Teddy auf seinen Platz gesetzt (am Haltegriff der Rückenlehne des Vordermanns) und los ging’s. Der Bus war gut durchmischt, mit einigen Skinheads, vielen jungen und etwas älteren Leuten. Auf dem Hinweg gab es gemischte Musik von Rock/Punk bis hin zu Mike Krüger. Die Musiklautstärke konnte man fast selbst regeln, indem man über seinen Platz Knöpfe betätigte. Die Lautsprecher über einen konnten somit an- oder ausgeschaltet werden. Außerdem gab es einen Knopf auf dem eine Kaffeetasse abgebildet war. Der Knopf ist aber pure Verarsche, eine Stewardess kam nicht.

Als wir mehrmals im Stau festsaßen blickte ich sehnsüchtig auf die Gegenfahrbahn, die immer freie Fahrt hatte. Warum passiert einem so etwas immer nur auf dem Hinweg? Auf dem Rückweg wäre es vielleicht auch nicht viel besser, aber ich werde immer ein wenig panisch und hoffe das wir auch rechtzeitig ankommen. Die Zeit wurde ein wenig mit Lesen verkürzt. In der aktuellen 11 Freunde ist ein Foto von einem nachgemachtem 1860-Trikot zu finden. Statt „1860 München“ steht dort „1880 Mnuchen“ Da denkt man, Produkt-Piraten würden in der Zeit des Internets wenigstens den Vereinsnamen per Suchmaschine rausfinden und dann so was. Naja, wer’s kauft, hehe…   Drei kleine Pausen gab es, die uns aber auch nicht wirklich aufhielten. So kamen wir doch rechtzeitig in Düsseldorf an. In der Stadt noch kurz verfahren, einen kurze Wende an einer Kreuzung gemacht, am Flughafen vorbei und schon waren wir da. Das Stadion ist auf einer Wellenlänge mit dem aus dem Volkspark, denn es wechselt auch gerne seinen Namen: Rheinstadion – LTU Arena – Espirit Arena. Von Aussen sieht es wie ein Flugzeug-Hanger aus. Ein grauer, großer Kasten. In Düsseldorf rennen die Fans allerdings wohl nur bei Erfolg der Mannschaft das Stadion ein. Denn zwischen 2002 und 2005 spielte die Fortuna im Paul-Janes-Stadion vor ca. 7000 Zuschauern. Okee, das war während der Umbau-Phase des Rheinstadions und die Fortuna war zwischenzeitlich in der 4. Liga. Währe bei uns jedoch irgendwie trotzdem undenkbar.

Ich hatte bis zu dem Tag noch nie Altbier getrunken, jedenfalls nicht bewusst. Also haben wir uns jeder eins geholt. Fazit: Ungewohnt… mein Lieblingsbier ist es nicht, es war aber auch nicht schlecht. Maik erkundigte sich noch nach Zigaretten. Die kann man dort tatsächlich kaufen, allerdings im Bereich der Heimfans. So bekam er 5 Ordner um sich herum die ihnm zum Zigarettenholen begleiteten und den Durchgang zum abgesperrten Bereich ermöglichten.  Sachen gibt’s…

Auf der Tribüne gesellten wir uns neben den Leuten von USP. In der Mitte war schon alles voll, so standen wir etwas links vom Tor in der zweiten Reihe. Zecke und Jessy kamen noch zu uns und einige aus unserem Bus standen auch noch um uns herum. Im Stadion gibt es keine reinen Stehplätze, höchstens hochgeklappte Sitze. Und alle knallebunt! Wenn es mal nicht so voll ist bei einem Spiel, sieht es für den Zuschauer vor dem Fernseher trotzdem gut gefüllt aus. So, so, geschummelt wird hier also!

In den ersten 20 Minuten gab es den gewohnten Stimmungs-Boykott. Der Grund ist ja bekannt und einige Protest-Banner beider Fanszenen bezüglich der Montagsspiele waren zu erkennen. Im Gästebereich waren einige St. Pauli-Anhänger zu sehen, die sich dünschissfarbende Schals (sorry, anders kann ich die Farbe nicht beschreiben) von Straßenhändlern besorgt haben. Natürlich alles „original“ Wären es Sechziger-Anhänger gewesen, hätten sie dann auch so ein tolles Mnuchen-Trikot? 🙂
Aus dem Ultra-Block der Fortuna Fans waren während des Spiels viele Transpis zu sehen, die sich hauptsächlich gegen die Vereinspolitik von Corny Littmann wendeten. Das Banner „Fortuna grüßt St. Paulis Nutten“ (allerdings nicht aus dem Ultra-Block sondern von einigen Fans hinter dem Tor) hatte jedoch eher ein Niveau das zwischen Wuppertal und Lübeck liegt. Wie einfallsreich… *gäääähn*

In der ersten Halbzeit hatte St. Pauli die Oberhand, leider konnte Hennings die ersten Chancen nicht verwerten. Dennoch lieferte er eine ordentliche Partie ab. Erst ab der 20. Minute wurde Düsseldorf mit einer Gelegenheit gefährlich. Jedoch hielt Matze Hain den Kasten bis zur Halbzeit sauber.
In der Halbzeit gab es eine „lustige“ Pausenshow. Ich wusste eigentlich gar nicht worum es ging. Wer am längsten Bälle schießen oder rollen kann? Keine Ahnung! Irgendwas mit Ball und Entfernung. Jedenfalls ist die Akkustik so schlecht, das man kein Wort vom Stadionsprecher verstand. Zumindest nicht im Gästebereich.
In der zweiten Halbzeit konnten die Fortunen beim Aufbauspiel eine lange Flanke nach vorne auf die rechte Seite setzen, dann einen pass zur Mitte, Lechner war zu langsam und Heidinger traf für die Düsseldorfer zum 1:0 in der 48. Minute. Deniz Naki und Richard Sukuta-Pasu hatten während der zweiten Halbzeit noch dicke Möglichkeiten für uns, die aber leider nicht zum Happy End führten.

Nach dem Spiel trafen wir noch Jens beim rausgehen, den wir im Sommer auf der Fanclub-Deligiertenversammlung kennengelernt hatten. Er hatte wenigstens nicht so einen langen Heimweg nach Paderborn wie wir nach Hamburg. Wir schnackten noch kurz und schon ging es zu den Bussen. Einige neue Gesichter waren nun mit am Board, die wohl nur zurück nach Hamburg wollten. Es gab ein wenig Gewusel, aber alle fanden wieder einen Platz. Einer schlief sogar auf’m Boden. Paul der Taddy hatte eigentlich jede Pause auf dem Hin- und Rückweg mitgemacht. Nur ins Stadion hab ich ihn nicht genommen, sondern lieber im Bus gelassen. Vielleicht nächstes mal mit reinnehmen und der Sieg ist sicher!? Auf der Rückfahrt gab es wieder ein wenig Musik, allerdings stellte ich diesmal meine Lautsprecher über den Platz aus. Nickte ein wenig ein, dann gab es noch die üblichen Raststättenpausen und jemand hatte einen Film bzw. DVD eingelegt der über das „Board-Kino“ lief. Hard Cover hieß der und spielt sogar in Düsseldorf. Der Film ist ganz cool, und den Spruch „Alles fit for fun?“ kriegt man anschließend nicht mehr so leicht aus der Birne 🙂
Pünktlich zur Ankunft war der Film dann auch zu Ende. Kurz vor 5 Uhr waren wir am Millerntor und dann ging’s ab zum Auto und nach Hause. Wie angenehm Autofahren in Hamburg sein kann, wenn kaum eine Sau unterwegs ist. Grüne Welle bis Bramfeld gehabt, fünf Minuten später in Sasel gewesen. Für Maik hieß es durchhalten, da die Arbeit rief. Für mich hieß es, in den Tag hineinpennen. – Christoph