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St. Pauli – FC Ingolstadt 04

Juli 18, 2011

Sun is shining.

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Ein Spiel in Lübeck, das ist nun also die Strafe für den Becherwurf vom Schalke-Spiel. Hoffentlich bekommen wir dafür überhaupt Karten, dachten wir. Denn das Stadion an der Lohmühle ist nicht sehr groß und zudem wurden nur 12000 Zuschauer zugelassen. Den ersten Verkaufstag konnte ich aufgrund der Arbeit leider nicht nutzen. Ein wenig Panik bekam ich, als ich übers Internet erfuhr, dass schon ca. 3000 Karten weggingen und die Leute lange anstehen mussten. Am zweiten Verkaufstag wollte ich in der Mittagspause beim Kartencenter vorbeischauen und bekam locker und ohne große Wartezeit eine Karte für Benny, meinen Bruder und mich. Viele Dauerkarteninhaber nutzten die Chance dann nicht, eine Karte für das Spiel zu erwerben. So haben wir noch im freien Verkauf welche für Freunde besorgt, die spontan mitwollten.
Es bleibt aber schon die Frage, warum so viele Leute dann doch nicht nach Lübeck wollten. Klar, es ist Ferienzeit in Hamburg, aber es sind ja nicht alle weg. Zudem war es doch mal die Gelegenheit für die Boah-bei-Pauli-ist-alles-kultich-ich-hätte-gern-eine-Dauerkarte-Hoschis ein Punktspiel vom FC in nicht allzu weiter Entfernung zu erleben. Aber ein Spiel gegen Ingolstadt in der zweiten Liga, ist dann wohl nicht ganz so kultich. Sollen die doch zu Hause bleiben, mir auch Recht. Aber von einigen Dauerkarteninhabern / Vereinsmitgliedern hatte ich schon mehr erwartet.

Am Samstag den 16.07.2011 ging es dann los. Das erste Punktspiel der neuen Saison stand an und der Wecker klingelte mich aus dem Bett. Hab den Rucksack geschnappt, Banner und eine Flasche Wasser verstaut und ab ging es. Am Bahnhof Poppenbüttel Maik und zwei weitere Freunde getroffen und weiter ging es nach Altona. Dort trudelten auch kurz darauf Benny und seine Freundin Jasi ein. Im Sonderzug war schon gut was los, als wir ankamen. Bei der Abfahrt meldete sich auch schon der gutgelaunte Zugführer. Mit einem Hamburger Schnack (ein wenig Werner-like) begrüßte er uns und erlaubte zudem das Rauchen im ganzen Zug. Ein sympathischer Kerl, wobei mir das Rauchen als Nichtraucher ja egal ist. Aber er kam nicht so trocken rüber wie ein 0815-Alles-Scheiße-DB-Mitarbeiter. Die Fahrt nach Lübeck verging rasend schnell. Ich glaube, von Poppenbüttel nach Altona fuhren wir genauso lange.

Als wir in Lübeck ankamen, schien uns auch gleich die Sonne ins Gesicht. Auf dem Weg zum Stadion trafen wir noch viele bekannte Gesichter von Magic St. Pauli, den Simulanten und Nord Support. Das ließ die Freude noch weitersteigen und spätestens da wusstest du, es geht wieder los. Sankt Pauli hat dich wieder. An der Lohmühle war ich selbst noch nie. Wollte 2002 einmal hin, war aber im letzten Moment doch noch verhindert. Zum Glück, so blieb mir die 0:6 Niederlage erspart. Beim Einlass gab es keine Probleme. Aber wenn ich es richtig erkannt habe, gab es zu der Tribüne hinter dem Tor, nur von einer Seite einen Zugang. Auch zu den Blöcken selbst, A und B, gab es nur einen Zugang. Da staut es sich dann schon ein wenig. Weiss nicht, was der VFB in Petto hat, wenn es mal zur Panik kommen sollte. Unser Banner konnte ich vom Innenraum an den Zaun tüdeln, was zu trinken wurde besorgt und dann sollte es auch bald losgehen. Die erste Halbzeit hatte Maik fast komplett verpasst, weil er vor dem Anpfiff noch kurz aufs Klo musste und uns netterweise noch was zu trinken mitbringen wollte. Als er dann kurz vor Ende der Halbzeit wieder kam, fluchte er nur noch über das Catering. Weitere Erklärungen waren nicht nötig.
In der ersten Halbzeit war schon viel Gutes zu erkennen. Lange Pässe und gute Kombinationen. Allerdings fehlte noch der Feinschliff im Abschluss, so dass es noch zur Pause 0:0 stand. Im zweiten Durchgang zeichnete sich auch hier wieder unsere Mannschaft, durch tollen Spielaufbau aus.  In der 51. Minute flog der Ball dann auch ins Tor, als Fabian Boll per direkten Freistoß traf. Schönes Ding! 1:0! Danach ging es direkt weiter mit schönem Kombinationsspiel von Naki. Was mir in der ersten Liga bei ihm zu verspielt aussah, nimmt so langsam richtig Form an. Die Abläufe wirken nun mehr durchdacht und es ergeben sich bessere Chancen.  Die Ingolstädter kamen kurz darauf auch wieder zu einigen Chancen. Doch die Endstation hieß Tschauner. Ein richtig guter Torwart, der einige Bälle im Spiel super gehalten hatte. In der 69. Minute durfte Boll dann wieder den Ball aus 18 Metern versenken.  BÄMM! Doppelpack! Es gab noch eine hundertprozentige Chance von Saglik, als er alleine aufs Tor stürmte. Aber Diese ging leider nicht rein. Es blieb beim 2:0, reicht auch finde ich. Die Stimmung hätte im Allgemeinen aber besser sein können. In der Mitte der Kurve ging schon gut was ab. Aber am Rand war leider total tote Hose.  Nach dem Spiel ging es noch ganz entspannt zum Supermarkt Getränke kaufen und weiter Richtung Lübecker Hauptbahnhof. Auf dem Heimweg wurde sich dann ausgeruht, ein wenig gefeiert, geschnackt und dem lustigen Zugführer zugehört. Als wir in Altona ankamen, stieg Dieser aus und hatte einen St. Pauli-Celtic Schal um. Guter Mann der Lokführer.

Wir nehmen mit:

–          Eine lustige Bahnfahrt
–          Einen 2:0 Sieg
–          Sonnenbrand

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