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St. Pauli – Alemannia Aachen

August 16, 2011

Back to the roots!

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Freitagabend und ein Flutlichtspiel, schöne Sache. Aber Moment mal… wäre da nicht diese beknackte Anstoßzeit. 18 Uhr, wie ich es hasse.  Ich hatte Glück, da ich sowieso frei hatte, auch Benny hatte früh Feierabend. Mit ihm traf ich mich an der Haltestelle Kellinghusenstraße und so machten uns schon mal auf dem Weg zum Stadion. Fanräume-Zeitung gekauft, Bierchen getrunken, dann kam auch Maik nach. Wie gesagt, scheiß Anstoßzeit, da er kurz vorher noch arbeiten musste. Andere Fans kommen bei dieser Zeit wohl noch später am Stadion an.

Mit Alemannia Aachen kommt ein Verein ans Millerntor, der vor nicht allzu langer Zeit das gemacht hat, was die VFB Stuttgart Fans von ihrem Verein seit längerem fordern. Nämlich, dass das Vereinswappen zu den ursprünglichen Wurzeln zurückkehrt.  Sollten sich die Schwaben vielleicht ein Beispiel dran nehmen.

Noch ein Schluck vom Bier, dann ging es rein. Die Ordner scheinen wohl eine Ansage von „oben“ bekommen zu haben, die Dauerkarten genauer zu kontrollieren. So mussten nicht nur Fans mit ermäßigten Karten einen entsprechenden Nachweis vorzeigen (was schon vorher ab und zu üblich war) sondern auch Vereinsmitglieder wie ich. OK, es tut nicht weh. Aber als ich dann noch den Mitgliedsausweis mühevoll hervorgekramt habe, sollte ich auch noch meinen Personalausweis vorzeigen. Ist mir eine Spur too much. Oben angekommen, hab ich auch gleich die erste Ausgabe von „basch“ erworben. Das ist das Nachfolger-Heft der Gazetta. Ich habe noch nicht viel gelesen. Doch auf dem ersten Blick sieht es so aus, als würde man auch hier zurück zu den Wurzeln kehren. Es erinnert sehr als alte Ausgaben der Gazetta. Ein Farb-Cover gibt es nun nicht mehr. Hat es auch gar nicht nötig. Denn die ersten Zeilen überzeugen ohne große Schnörkeleien.

Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Harald Stender. Mir kommt die Schweigeminute immer gar nicht wie eine ganze Minute vor. Und ich finde, die könnte in Zukunft auch ein paar Sekunden länger sein. Denn schließlich haben die Verstorbenen es verdient, dass man noch einmal in sich geht und an sie gedenkt.
Das Spiel… haha, fragt mal Erik Meijer, wie er das Spiel fand. Schön war es nicht, aber es hat für ein 3:1 gegen die Alemannen gereicht. Ich hatte schon so ein Gefühl, das Aachen das erste Saisontor gegen uns schießen wird. War ja auch wieder typisch, dass wir dafür herhalten. So führten die Schwarz-Gelben ab der 7. Minute mit 1:0. Es geschah auch nicht viel, bis Max Kruse einen langen Pass aus dem Mittelfeld bekam. Sein Abschluss sorgte für den Ausgleich. Richtig bitter wurde es für Ebbers, der nach einem Schuss so unglücklich fiel, dass er sich den Arm verdrehte. Im Stadion konnte ich es kaum erkennen, aber die Fernsehbilder sahen schon echt übel aus. Für ihn kam Saglik ins Spiel. Den Ausgleichstreffer gab es dann noch kurz vor der Halbzeit von Bruns, durch einen Foulelfmeter. Gutgelaunt ging es in die Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit dauerte es ein wenig, bis etwas passierte. Unter anderem hatten Takyi und Schachten die Chancen nicht genutzt, die Führung weiter auszubauen. Und auf der anderen Seite durfte auch Tschauner nochmal zeigen, was er so kann. Junglas von Aachen bekam in der 88. Minute noch die gelb-rote Karte für ein Foul an Boll. Der Druck auf das Aachener Tor erhöhte sich nun. Besonders als Saglik den Ball aus einer guten Position an die Latte knallte. Bloß keinen Ausgleichstreffer kassieren dachte ich. Aber so weit kam es nicht.  Denn Kruse machte mit dem 3:1 in der 90. Minute alles klar. Ein Sieg, schönes Wetter und gute Stimmung. Was will man mehr?
In meinem Kopf setzte sich nun endgültig der Ohrwurm der abgewandelten Version von Teenager Liebe (Ich liebe dich, ich träum von dir. In meinen Träumen, bist du Europacupsieger. Doch wenn ich aufwach, dann fällt mir wieder ein, spielst ganz woanders, in Liga Zwei) fest. – Christoph

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