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St. Pauli – Greuther Fürth

November 8, 2011

… und verwandle Finsternis in Licht.

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Kennt ihr das, dieses „Heute-Geht-Was“-Gefühl? Am Samstagvormittag war es noch da. Aus dem Bett raus und früh auf dem Weg gemacht. Die Anstoßzeit, mit 13 Uhr, weiterhin eher suboptimal. Ich nörgel gern über die Anstoßzeiten rum. Auch wenn ich weiß, dass diese sich so schnell nicht ändern werden. Alltag in Liga zwei. Apropos Liga zwei, diese Klasse verbinde ich immer unweigerlich mit Greuther Fürth. Die spielen seit gefühlten hundert Jahren dort. Ok, genaugenommen seit 1997 und das ununterbrochen. Jede Mannschaft geht mal ihren Weg. Einige steigen auf, andere ab. Aber Greuther Fürth bleibt irgendwie für ewig in der Zeitschleife 2. Liga gefangen. Eigentlich kannst du sie am Anfang der Saison schon fest auf den vierten oder wahlweise fünften Tabellenplatz setzen. Und trotzdem, gehören sie jedes Jahr zu den Aufstiegsfavoriten.

Während man auf den anderen Tribünen schon sein Platz einnehmen konnte, mussten wir vor der Südkurve etwas warten. Die Ordner bekamen noch letzte Anweisungen. Es dauerte aber nicht lang, da ging es schon rein und ich tüdelte den Banner an den Zaun. Da kam ein Ordner auf mich zu und fragte: „Soll das so?“ Ich wusste zuerst nicht, was gemeint war. Dann ging ich einen Schritt zurück und sah, was ich angestellt hatte. Statt wie gewohnt den Lappen vor dem Zaun zu hängen, hab ich es irgendwie geschafft, das Teil zwischen den Zaunstangen zu flechten. Wir mussten beide lachen, da war ich wohl etwas verträumt. Also alles wieder ordentlich gemacht und die anderen begrüßt.
Als Choreo gab es eine riesen Blockfahne über den gesamten Stehplatzrang. Ich liebe ja den Moment, wenn man da drunter steht und man ordentlich Rabatz macht.
Die Partie spielte sich in der ersten Halbzeit überwiegend im Mittelfeld ab. Bruns und Naki bekamen die Chance, dass Ding zu machen. Es wurde aber für den Fürther Torwart nicht gefährlich. Eine Minute vor der Pause waren die Kleeblätter etwas konsequenter. Christopher Nöthe spielte sich frei, bekam einen Pass aus der hinteren Hälfte und schob den Ball an Tschauner vorbei. Ärgerlich, nun hieß es sich 15 Minuten lang sammeln und neu angreifen.
In der Halbzeit gab es dann auf der Anzeigetafel den Hinweis, dass man doch am 29.10. die zweite Mannschaft gegen Kiel unterstützen könnte. Klar, wenn ihr mir ein DeLorean mit Fluxkompensator besorgt, fahr ich da gerne nochmal rum 😉

Ca. 10 Minuten nach Anpfiff der zweiten Halbzeit, kam es dann doch zum Ausgleich. Fabian Boll bekam von der rechten Seite den Ball zu gespielt. Er passte weiter zu Dennis Daube (eingewechselt für Bruns), der den Torriecher hatte. Daube gefällt mir sowieso ganz gut. Seit seiner Einwechslung beim Derby, hat er mich total überzeugt.
Es gab weiterhin Chancen auf beiden Seiten, wobei Kalla auch einen gefährlichen Ball kurz vor dem Tor abwehrte. Auch er hat seinen Platz zu Recht in der ersten Mannschaft. Unter Stani spielte er so gut wie keine Rolle mehr und jetzt bin ich froh, dass wir ihn in der Abwehr haben.
In der 75. Minute gab es dann viel Gewusel vor dem Fürther Tor, bis Saglik an den Ball kam. Geschickt schlug er einen Haken, umspielte so den letzten Fürther Abwehrspieler und machte die Bude. Auch er wurde erst kurz zuvor für Naki eingewechselt. BÄMM! 2:1! Jetzt bloß nicht nervös werden. Einige Minuten später sah noch Milorad Peković die Gelb-Rote-Karte für einen Foul an Saglik. Für die Fürther war das leider kein Grund, sich zurückzuziehen. Seit dem sie in Unterzahl spielten, hatten sie sogar mehr von der Partie und da war es auch schon… das 2:2. Der Ausgleich von Occean, nach einer guten Passspielkombination der Kleeblätter. Schade. Hätte man mich vor dem Spiel gefragt, wäre ich mit einem Unentschieden einverstanden gewesen. Aber wie das immer so ist, wenn man einmal geführt hat, fühlt man sich bei einem Unentschieden um zwei Punkte beraubt. Dafür bekamen die Kleeblätter noch ordentlich Applaus, denn ihre Leistung verdiente Respekt. Nach dem Spiel waren wir alle ein wenig k.o. Es ging noch zum Südkurvenvorplatz und in den Fanladen. Dort kickerte ich mit Benny um eine Flasche Astra und gewann die Knolle dann auch. Für eine Revanche bin ich jederzeit bereit.

An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank an Jessy und Chrischi. Wenn die mich nicht immer aufmerksam machen würden, wenn irgendwas Lustiges im Stadion passiert, würde ich eine Menge tolle Bilder versäumen.  – Christoph

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