Archive for März 2012

St. Pauli – Karlsruher SC

März 14, 2012

Das Lächeln der Kurve!

foddoos HIER KLICKEN!

Es gibt Siege, die sind nicht souverän. Und trotzdem freut man sich am Ende sehr, diese drei Punkte eingefahren zu haben. Es stand wieder ein Montagsspiel an und nach Feierabend machte ich mich gleich auf dem Weg zum Stadion. Maik war diesmal auf der Haupttribüne, da er von seinem Chef eingeladen wurde. Dafür konnte Jasi, Bennys Freundin, seine Karte nutzen.
Vor dem Spiel noch ein kurzer Aufenthalt auf dem Südkurvenvorplatz, mit bekannten Leuten geschnackt, Bierchen getrunken, „basch“ gekauft (Danke für das sehr schöne Poster im Heft) und dann ging es rein.  Als ich drinnen ankam und unseren Lappen an den Zaun hängen wollte, kam jemand auf mich zu und fragte „Do you speak English?“. Es war jemand vom „Yorkshire St. Pauli“ Fanclub, der einen Platz für seine Zaunfahne suchte. Leider war schon alles belegt und ich bot ihm unseren Platz an. Auf Englisch erklärte ich, das unser Banner sowieso bei jedem Spiel hier hängen würde und ich es immer wieder großartig finde, wenn St. Pauli-Fans aus anderen Ländern bei uns zu Besuch sind. Wir unterhielten uns ein wenig und obwohl mein Englisch nicht perfekt ist, haben wir uns gut verstanden. Anschließend bin ich zu unserem gewohnten Platz gegangen und begrüßte die üblichen Verdächtigen, die schon alle eingetrudelt waren.

Wie ich oben schon erwähnte, das Spiel war nicht wirklich berauschend. Der holprige Rasen ließ den Ball oft hüpfen und so wurden einige Chancen auf beiden Seiten vergeben. Der Höhepunkt des Spiels, war der Treffer von Moritz Volz in der 40. Minute. Im Mittelfeld gewann er den Ball, lief einige Meter nach vorne und zog vor dem Strafraum ab. Hinter dem Torwart setzte der Ball zum Landeanflug an und ließ die Menge im Stadion ausflippen.
In der zweiten Hälfte war ebenfalls wenig los. Ein weiteres Tor folgte nicht mehr und Tumulte auf dem Platz gab es auch keine. Die KSC-Fans konnte man von der Südkurve aus kaum hören. Das spricht für die gute Stimmung bei uns. Unsere Kurve hüpfte, war laut und irgendwann war Crowdsurfing angesagt. Einer fing an und als er durch die ganze Kurve getragen wurde, folgte noch einer und noch einer und wieder einer. Am Ende waren es bestimmt zehn Leute, die auf diese Art und Weise ihren Platz wechselten. Darauf hätt ich ja auch Bock gehabt, aber hab mich nicht so ganz getraut. Nächstes Mal vielleicht. Das Spiel war vorbei, die drei Punkte eingefahren und was bei mir am meisten Eindruck hinterlassen hat, war das Lächeln. Das Lächeln von Bene auf dem Platz, der sich sehr über diesen Sieg freute. Das Lächeln bei meinen Mitmenschen, die einfach gut drauf waren. Und das Lächeln bei mir, denn wir bleiben weiterhin oben dran. Es ist das Lächeln der Kurve. Wohin die Reise führt, das weiß man nicht. Die nächsten Spiele werden entscheidend sein. Dann auf einem neuen Rasen und mit mehr Toren. Finally, many greetings to Yorkshire. I hope you had a great time in Hamburg 😉 – Christoph

Advertisements

St. Pauli – Eintracht Braunschweig

März 3, 2012

Wir erinnern uns!

foddoos HIER KLICKEN!

Nicht mehr lange und  ein weiterer Teil des alten Millerntor-Stadions verlässt uns. Die Gegengerade wird bald abgerissen und ich habe mir vorgenommen, dass ich zumindest noch ein Ligaspiel von dort aus verfolgen werde. Da meldete sich Hendrik, ein Freund von Maik, bei mir. Er hatte zwei Karten für die Gegengerade und würde mit mir tauschen wollen. So gab ich ihm meine Karte für die Süd und er mir dafür beide für die Gegengerade.  Er wäre sowieso alleine gegangen und so nahm ich Jana auf das zweite Ticket mit. Wir erinnern uns, Jana war am Anfang der Saison das erste Mal am Millerntor. Mittlerweile war sie schon öfters mit und es gefällt ihr richtig gut. So gut, dass sie nun auch eine Dauerkarte für die kommende Saison haben möchte.

Es ging mal wieder früh los und ich traf Jana und Benny unterwegs. Zusammen ging es in den Fanladen, Cola trinken und Benny kaufte sich eine schicke Jacke. Danach zum AFM-Container, der ja jetzt vor der Südkurve steht. Auf ein Bierchen setzten wir uns rein dann zogen wir auch los. Maik blieb noch eine Weile, weil er auf Melli wartete. Sie gab ihm ihre Dauerkarte, da Maik ja keine mehr hat. Dafür nochmal vielen Dank!
Ich freute mich riesig auf das Spiel, bzw. auf die alte Gegengerade. Seit meiner ersten Dauerkarte (2001) bis zum Umzug auf die neue Südtribüne stand ich dort. Es fühlt sich ein wenig so an, als würde man nach langer Zeit wieder nach Hause kommen. Die Sonne schien und in Gedanken war ich bei einem Flutlichtspiel im Jahre 2002. Damals besiegten wir die Braunschweiger mit 7:1. Diesmal hatte ich natürlich wieder auf einen Sieg gehofft. Auch wenn mir klar war, dass es dieses Mal nicht so hoch ausgehen würde.

Die Tribüne füllte sich und die Spannung stieg. Die Südkurve zeigte eine ihrer besten Choreographien. Ich sage nur „Ooooooh Sankt Pauli“. Irgendwie wäre ich schon gerne dabei gewesen, mittendrin im hüpfenden Mobb. Dafür konnte ich von meinem Platz aus, tolle Bilder von der Süd machen. Die Stimmung ist eine andere, als hinterm Tor. Ich weiß ehrlichgesagt nicht, ob es früher auch schon so war. Man erinnert sich ja sowieso nur an die lauten und bunten Momente, die man früher auf der Gegengerade hatte. Das Publikum ist etwas kritischer und es wird mehr geschnackt. Das habe ich auch bei mir gemerkt, da ich während des Spiels ganz viel Zeit hatte, mit Jana über den Verein und Spieler zu sprechen. Auf der Süd käme ich dazu gar nicht erst, weil ich dort volle Pulle abgehe (ich versuche es zumindest).
Das Spiel war nicht wirklich gut. Ein langweiliges 0:0 und wir hatten Glück, dass die Braunschweiger vor dem Tor genauso doof waren wir. Es gab viele Fehlpässe und die meiste Zeit wurde eh nur im Mittelfeld rumgewurschelt. Daher geht ein torloses Unentschieden in Ordnung. Wir können gespannt sein, vohin uns diese Saison noch führt. Teilweise fehlt mir noch die Konstanz, um sich dauerhaft oben abzusetzen. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Nach dem Spiel trafen wir uns kurz mit Maiks Chefin, die ein Brötchen aus dem Business-Bereich der Haupttribüne für meinen Bruder rausgeschmuggelt hatte. Ein Bier, dann zogen wir weiter ins Jolly. Als wir dort fröhlich zur Musik hüpften bekamen wir die Info, dass im Knust noch was ginge. Ein Tag zuvor war ja die alljährige St. Pauli–Celtic Party und nun gab es ein kleines Zusatzkonzert. So feierten wir noch ein wenig, bis wir uns irgendwann nach Hause gingen. – Christoph