Archive for Februar 2013

St. Pauli – 1. FC Köln 12/13

Februar 20, 2013

Keine Lust auf Köln!

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Es gibt Spiele, die müssen nicht sein. Die Partien gegen Köln gehören zum Beispiel dazu. Seit dem ich am Millerntor bin, konnten wir gegen diese Mannschaft noch nie etwas reißen. Vor dem Spiel war allerdings noch alles in Ordnung. Am Wellingsbüttler Bahnhof stieg ich in die S-Bahn ein, in der schon Hendrik, Maik und mein Vater saßen. Mein Vater schafft es ca. einmal im Jahr mit ins Stadion zu kommen, wenn er mal wieder Zeit hat und eine Dauerkarte in unserem Umfeld über ist. So freut er sich jedes Mal wie Bolle auf das Spiel und begrüßt auf dem Hinweg jeden St. Pauli-Fan mit einem überschwänglichem „Moin!“. Ganz egal ob er ihn kennt oder nicht. Meistens kennt er sie nicht. Eigentlich kennt er gar keinen von den Leuten. Aber so ist er halt. Seine gute Laune steckt an und so machte sich bei uns Optimismus breit. Während Benny an der Kellinghusenstraße zu uns stieg, schnackten wir in der Bahn über die schlechte Leistung in Sandhausen und waren uns alle ziemlich einig, dass es diesmal nur besser laufen kann.

Vor dem Spiel ging es noch auf ein Bierchen in den AFM-Container und schon bald machte ich mich auf dem Weg zur Gegengerade. Doch was war da los? Schon richtig lange Schlangen vor dem Einlass. Ich möchte nicht wirklich wissen, wie es aussieht, wenn der DOM nebenan aufgebaut ist. Viel Platz ist dann nicht mehr. Vom Ordner abgecheckt und rein ging es, in die graue Höhle. Erstaunlich auch, wie viele Kölner sich auf der Gegengerade tummelten. Danach ging es für mich weiter, in den Supporter Block. Die Bekannten Gesichter vom letzten Mal begrüßt, ein wenig geschnackt und dann ging es auch schon los. Und wie es losging. ZACK BUMM! Ein Gegentor in der 3. Minute. Direkter Freistoßtreffer von Clemens. So blieb immerhin noch viel Zeit, einen Ausgleichstreffer zu erzielen. Naja, wenn man den Chancen hat. Und die wenigen Chancen, die wir hatten, wurden alle schön versemmelt. Mit einer rot-gelben Karte für Thorandt, ging es dann auch schon in die Halbzeit. Für mich führte der Weg dann wieder runter, ein Bierchen holen. Lustiges Bild: rechts vom Eingang zu „Block F“ war der Bierstand irre voll. Hier bildete sich eine riesen Schlange während auf der linken Seite (also ein Getränkestand weiter) nur ein paar Leute anstanden. Gut für mich. So bin ich gleich dahin, ohne anstehen zu müssen. Weiter ging es mit Hälfte Zwei. Hier waren immerhin die Kölner zu blöd und haben einige sehr gute Tormöglichkeiten liegengelassen. Von uns kam allerdings auch nicht mehr viel. Und als es auf dem Platz dann doch noch etwas hitziger wurde, war zwei Reihen vor mir ein Typ, der unbedingt seinen Bierbecherinhalt loswerden wollte. So schüttete er das ganze Bier über die Leute, die vor ihm standen. Immerhin wurde er daraufhin von seinem Hintermann am Kragen gepackt und ihm wurde ziemlich deutlich gemacht, dass so etwas nicht erwünscht ist. Es blieb also beim 0:1, allerdings mit einer fragwürdigen Schiedsrichter Leistung. Immerhin hat die Mannschaft gekämpft. Das Spiel habe ich in diesem Bericht nur oberflächlich angekratzt. Ihr habt es ja alle gesehen und es gab einfach zu viele Aufreger für mich.
Jetzt bin ich erst einmal froh, dass wir eine Weile nicht gegen Köln spielen müssen. Wie lange nicht? Darüber streiten sich die Geister. Einige sehen uns schon in der dritten Liga. Eine typische Abstiegssaison ist es für mich allerdings nicht. Darum werden wir spätestens in der nächsten Spielzeit wieder aufeinander treffen. – Christoph

 

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St. Pauli – Energie Cottbus 2012/2013

Februar 7, 2013

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Alles neu!

Drei ganze Spiele konnte ich in dieser Saison am Millerntor miterleben. Gegen Sandhausen, Dresden und Bochum. Immer wenn mal wieder eine Süd-DK von den anderen über war, konnte ich dabei sein. Die ganze Hinrunde gewartet und jetzt habe ich sie endlich. Meine Dauerkarte für die neue Gegengerade. Der Rest des Fanclubs steht allerdings noch in der Südkurve. Warum? Der Grund hierfür liegt darin, dass wir es mit dem Thema Organisation nicht so haben. Egal. Nach 2001-2007 stehe ich nun wieder hier, auf meiner geliebten alten Tribüne. Nein, Moment… vieles ist anders geworden. Aber dazu gleich mehr.
Gegen halb elf machte ich mich auf den Weg zum Wellingsbüttler Bahnhof. In die S-Bahn rein, in der schon Maik und Vanessa saßen und weiter Richtung St. Pauli. Die Zeit vor dem Spiel verbrachten wir am AFM-Container, während weitere Leute von uns hinzustießen. Benni hatte Jasi mit und kurz darauf kamen noch einige Arbeitskollegen von Maik. Die hatten nämlich mal wieder die Business-Seats Karten von seinem Chef bekommen. Ja, ja, die ganze Zeit Häppchen essen und den Anstoß verpassen. Nee, nee, zumindest von meinem Bruder und seinen Kollegen weiß ich, dass die nicht so drauf sind. Und die sind eh nur da, wenn der Chef sie einlädt oder sie eine Karte dafür bekommen. So waren wir fast im ganzen Stadion verteilt. Süd, Haupt und Gegengerade. Pünktlich zum Einlass machte ich mich dann auf den Weg. Von außen macht die Backsteinfassade schon einiges her. Innen fehlt allerdings noch sehr viel Farbe. Ich kann aber mir gut vorstellen, dass das viele Grau im Umlauf bald verschwindet und es um einiges bunter wird. Zu wünschen wäre es. Vor den Getränkeständen bildeten sich schon kleine Schlangen und ich holte mir ein Bierchen. Nächstes Spiel werde ich mir die Zeit nehmen, um mir ein genaueres Bild von den Verpflegungsständen zu machen. Anscheinend ist auch hier einiges anders geworden. Dann ging es für mich rein und etwas planlos suchte ich mir einen geeigneten Stehplatz. Zum Glück catchte mich Flo schnell aus dem Getümmel und nahm mich mit zum Supporter Block. So war ich nicht alleine und wusste zudem, dass ich Leute um mich rumhatte, die ebenfalls den FC St. Pauli lautstark unterstützen. Auch im Innenbereich fehlt noch viel Farbe. Das graue Dach kann man von unten schlecht bemalen, aber ich glaube, dass man was nettes aus den Stehplatzstufen (wie in der Süd) zaubern kann. Die Stimmung hingegen fand ich gar nicht mal so schlecht. Zumindest bei uns im Block machte es jede Menge Spaß. Das „You’ll never walk alone“ war schon schön. Wobei das Gänsehautfeeling (ich mag solche deutsch-englischen Wörter eigentlich gar nicht) schon ein anderes ist, wenn das Lied spontan bei einem wirklich denkwürdigen Spiel, in der 89. Minute, von allen Fans gesungen wird. Des Weiteren wurden viele Anfeuerungen der Süd aufgenommen und umgekehrt. Natürlich ist noch nicht alles perfekt und einiges muss sich noch finden. Die Tribüne ist ja noch recht neu. Aber ich bin da sehr optimistisch.
Dann gab es ja noch das Spiel. Ein langweiliger Kick mit wenigen bis keinen Höhepunkten. Aber ein Unentschieden gegen den Viertplatzierten ist schon ok.
Nach dem Spiel machte ich mich auch schon zügig auf dem Weg zurück zum AFM-Container, um die anderen wieder zu treffen. Maik erzählte von dem Buffet in der Haupttribüne, Benni von der Stimmung der Südkurve und ich konnte meine ersten Eindrücke der neuen Gegengerade weitergeben. – Christoph