Archive for März 2013

Einlasskontrollsystem

März 14, 2013

Nun ist es beim FC St. Pauli auch soweit und der Verein führt ein Einlasskontrollsystem ein.  Informationen und eine Diskussionsrunde diesbezüglich, gab es schon Anfang der Saison 2011/2012.  Die Meinungen über dieses System fallen bislang sehr unterschiedlich aus.

Wahrscheinlich wird es bei den ersten Spielen mit dieser Prozedur nicht überall ganz reibungslos ablaufen. Fans und Ordner müssen sich erst einmal umstellen. Zudem muss auch die Technik mitspielen. Ob das auf Anhieb klappt, werden wir sehen. Generell stehe ich diesem System aber sehr offen gegenüber. Es ist ja nicht gleich alles schlecht, was neu ist. Zwei Vorteile sind hier für mich klar ausschlaggebend:

Erstattung einer Karte bei Verlust
Oft liest man ja im Forum, dass Person XY seine Dauerkarte verloren hat. Mit etwas Glück, wird diese Karte von einem netten Menschen gefunden und dem rechtmäßigen Besitzer übergeben. Andernfalls muss man bei einem Verlust in den sauren Apfel beißen. Mit dem neuen System ist es nun so, dass der Barcode der verlorenen Karte einfach gesperrt werden kann. Der Fan bekommt eine neue Karte ausgehändigt und ein Zutritt mit der alten Karte ist nicht mehr möglich. Mir ist es nach 12 Jahren zwar noch nie passiert, dass ich meine Dauerkarte verloren habe. Dennoch ist es ein beruhigendes Gefühl, dass die Möglichkeit für einen Ersatz besteht.

Offizielle Tauschbörse
Sollte man für einen Stadionbesuch verhindert sein, kann man auch hier seine Karte sperren lassen. Eine andere Person hat dafür die Möglichkeit, eine Einzelspielkarte zu erwerben. Ein Freund von mir ist Anhänger des Stadtrandvereins und erzählte mir, wie deren Tauschbörse funktioniert. Auf der Online-Plattform wird durch die Eingabe der Barcode-Nummer die Dauerkarte für das jeweilige Spiel gesperrt. Dementsprechend erhöht sich das Kontingent für Karten im freien Verkauf. Der Geldwert für dieses Spiel, wird einem dann gutgeschrieben.
Ich kann mir vorstellen, dass es bei uns in ähnlicher Form ablaufen wird. Bisher haben wir die AFM-Tauschbörse, diese wird es auch weiterhin geben und das ist auch gut so. Die Möglichkeit an eine Karte direkt am Spieltag zu kommen, besteht somit weiterhin.

Der Punkt „print at home tickets“ ist für mich weniger relevant, da sich dieses Thema durch meine Dauerkarte erübrigt. Für den einen oder anderen Gelegenheitsbesucher könnte es aber durchaus interessant sein. Allerdings muss man hier auf die Verlässlichkeit seines Druckers bauen. Zudem müssen selbstausgedruckte Karten sehr vorsichtig aufbewahrt werden, da z.B. bei Regen der Barcode ganz schnell verwischt.

Ob sich der Einlass durch das neue System wirklich beschleunigt, kann noch keiner sagen. Wahrscheinlich wird es gerade zur Anfangszeit zu Komplikationen kommen. Aber ich denke, das wird sich ganz schnell geben. Auch wie dadurch der Schwarzmarkt bekämpft wird, ist mir noch nicht ganz klar. Ganz Wichtig ist und bleibt zudem das Thema Datenschutz. Auf der Homepage ist zu entnehmen, dass lediglich geprüft wird, ob eine Karte gültig ist oder nicht. Zudem sollen die Daten auf einem hauseigenen Server abgelegt werden. Sobald sich in den Richtlinien etwas ändert, ist hier das Unternehmen simply-X bzw. der Verein gefordert, es unverzüglich zu kommunizieren.

So blicke ich mit recht hoffnungsvollen und auch kritischen Augen dem Einlasskontrollsystem entgegen. – Christoph

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St. Pauli – SSV Jahn Regensburg 12/13

März 13, 2013

90 Minuten sind lang.

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Der Freitag war gespickt mit so vielen Kleinigkeiten, die mir ein Grinsen ins Gesicht zauberten. Das lag unter anderem daran, dass ich einen halben Tag frei hatte, dass Franz Gerber mal wieder am Millerntor war und ganz besonders freute ich mich darüber, meine Freundin das erste Mal mit ins Stadion zu nehmen. Aber fangen wir von vorne an…

Meine Freundin war über die Tage in Hamburg und ich habe ihr in der Vorwoche noch eine Karte für das Spiel besorgt. Am Freitag hatte ich dann einen halben Tag frei, so dass wir uns schon gegen 13 Uhr in der Stadt trafen. Von dort aus ging es direkt ins Viertel, genauer gesagt in die kleine Pause. Lecker Burger essen. Da noch richtig viel Zeit war, gingen wir danach gleich weiter in den Fanladen. Dort den Übersteiger eingesackt und wer war darin zu finden? Das Baby von Jessy und Chrischi. Auch in der Viva St. Pauli war das Bild zu sehen und was soll man sagen? Der Kleine macht schon eine richtig gute Figur. Noch ein paar Jahre und Finn schießt den FC St. Pauli in die Champions League. Na gut, Meisterschaft reicht auch erstmal. Wir verweilten noch etwas auf der Couch, da die restliche Bande noch auf sich warten ließ, so dass wir sie erst um 16 Uhr vor dem Clubheim trafen. Das übliche Gesabbel und schon machten wir uns auf den Weg ins Stadion. Die einen in Richtung Südkurve, wir zur Gegengerade. Es ist echt erstaunlich, wie viel schon kurz nach dem Einlass schon los ist. Während man sich auf der Südkurve noch reichlich Zeit lassen kann, muss man sich hier schon etwas beeilen.

Einige Regensburger fanden ebenfalls den Weg ins Stadion, um Ihre Mannschaft zu unterstützen. Zwar nicht sehr viele, doch für einen abstiegsbedrohten Verein aus der Oberpfalz war das schon ok.

Jetzt kommen wir zum Spiel. Auf dem Papier eine klare Sache, doch wir sind hier immer noch bei St. Pauli. Leichte Gegner gibt es nicht. So war ich erst einmal froh, dass uns Gogia in der 18. Spielminute in Führung brachte. Doch es dauerte nicht lange und Regensburg glich schon nach fünf Minuten wieder aus. So ging es mit einem Unentschieden und zwei gelbe Karten für uns in die Halbzeit. Jetzt bitte den Arsch aufreißen, dachte ich. Gerne mal wieder zwei, drei Tore und einen souveränen Heimsieg einfahren. Die Regensburger wurden in der zweiten Halbzeit etwas offensiver und wir reagierten mit den Einwechslungen von Ebbers und Boll. In der 66. Minute kamen wir dann wieder in den Strafraum vom Gegner und wie sollte es anders sein?! Ginczek macht das 2:1. Unfassbar, wie gut der Typ ist. Hoffentlich können wir ihn irgendwie halten. Denn es wird dem BVB wohl auch nicht entgangen sein, wie der zurzeit aufdreht. Nur leider flog er kurz darauf vom Spielfeld. Glatt rot, nachdem er Rahn im Mittelfeld umbrezelte. Und als ob das noch nicht genug wäre, gleichten die Regensburger kurz vor Schluss auch noch aus. Innerlich habe ich mich schon mit einem Unentschieden abgefunden. Doch Bruns zeigte uns allen, dass ein Spiel halt 90 Minuten dauert. Und so machte er doch noch in der letzten Minute das 3:2!!! Unfassbar, wie sich die Mannschaft nicht einfach hängen ließ. BÄMM! ZACK! Rein das Ding und erst einmal jeden im Umkreis von fünf Metern umarmt. So ein bisschen haben mich die letzten Minuten an das Spiel gegen Duisburg erinnert, als wir in der letzten Saison auch noch in der Schlussphase siegen konnten. Da nimmste zum ersten Mal deine Freundin mit ans Millerntor und schon bekommst du einen geilen Sieg mit genialer Flutlichtatmosphäre serviert.
Nach dem Spiel ging es für uns wieder runter. Chillen vor dem AFM-Container, ehe es für uns dann wieder nach Hause ging. – Christoph