Archive for the ‘Spielberichte & Fotos’ Category

1. FC Kaiserslautern – St. Pauli 12/13

Mai 24, 2013

Es ist trotzdem schön.

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Es war der 34. Spieltag in der Saison 2012/2013 und für die roten Teufel sowie für unsere Mannschaft, ging es um nichts mehr. In Kaiserslautern hatte man den Relegationsplatz sicher und auch wir konnten nicht mehr absteigen. Genau so habe ich es mir gewünscht. Es würde eine reine Spaß-Tour werden. Denn seien wir ehrlich, am Betzenberg haben wir noch nie etwas geholt. Und so war es mir egal, wie es ausgehen würde.

Am Abend zuvor wusste ich nicht so wirklich, ob ich noch schlafen sollte oder nicht. Müde waren wir noch nicht und so entschieden Klarissa und ich, wach zu bleiben. Gegen zwei Uhr machten wir uns auf dem Weg zum Bahnhof und in der S-Bahn saßen auch schon Maik und Hendrik. In Barmbek stieg noch Alex dazu und es ging weiter Richtung Altona. Dort angekommen, trafen wir die restlichen Verdächtigen und wir beschlagnahmten unsere Plätze im Sonderzug. Insgesamt waren wir neun Leute und mit Viktoria hatten wir sogar einen Kaiserslautern-Fan bei uns. Sie kommt ursprünglich aus der Pfalz und wollte gern an der Fahrt mit teilnehmen. Für den einen oder anderen sah es bestimmt merkwürdig aus, bei uns zwei Leute im Lautern-Trikot zu sehen (ihr Freund Philipp musste sich auch eins überstreifen). Dafür hatten wir ganze zwei Abteile nur für uns, so dass wir uns schön breit machen konnten. Kaum im Zug, checkten wir auch schon die Lage im Tanzwagen ab, wo schon die ersten Hüften zu dufter Mucke geschwungen wurden. Bei der Ankunft standen schon viele Polizisten bereit, doch die verhielten sich sehr zurückhaltend. Das Stadion war schon vom Bahnhof aus zu sehen, was die Vorfreude noch steigerte. Wir trennten uns von Viktoria und Phillip (die das Spiel von der Nordtribüne aus verfolgten) und machten uns auf dem Weg zum Gästebereich. Am Eingang freundlich aber gründlich abgecheckt und hinein ging es. Als ich mich vor dem Catering-Stand befand und mein Kleingeld rausholte, sah ich, dass hier alles nur über Karte läuft. Ach ja, das tolle Kartenbezahlsystem in den ganzen Stadien. Fuck You! Hab mich dann entschlossen, hier nichts zu kaufen, da ich auf irgendwelche Gebühren (angeblich 2€ nur dafür, dass man die Karte bekommt) und die Entwertung der Karte im Anschluss keine Lust hatte.

Weiter ging es zu den Stehplätzen. Das Fritz-Walter Stadion hat hohe, steile Tribünen und bei einem Spitzenspiel gegen Bayern oder Dortmund ist es hier bestimmt auch irre laut. Wir machten zumindest ordentlich Rabatz.

Auf dem Platz stand nicht wie gewohnt Tschauner zwischen den Pfosten, sondern Robin Himmelmann. Und der machte von Anfang an eine ganz gute Figur. So war in der 9. Minute bei ihm Endstation, als er einen harten Schuss der Gastgeber abwehrte. In der 15. Minute ging es dann auf der anderen Seite zur Sache. Schindler spielt den Ball von der rechten Seite aus in den Strafraum, da kam Daube und semmelte den Ball ins Netz. Auch in der 33. Minute ging es nach vorn. Nach einem tollen Passspiel setzte sich Ginczek im Mittelfeld durch und wir sahen das vorerst letzte Tor von ihm, im braun-weißen Shirt. Man merkt, dass er fehlen wird und ich bin gespannt, wie die Lücke nach seinem Abgang geschlossen werden kann. Bis zur Pause blieb es bei der 2:0 Führung und erst Mitte der zweiten Halbzeit kamen die roten Teufel noch zu ihrem Anschlusstreffer. Doch das sollte den Sieg nicht weiter gefährden und so schaukelten wir das Ding mit 2:1 nach Hause. Taschentücher raus und so verabschiedeten wir uns aus der Pfalz und der Saison. Wie gesagt, auch wenn es hier um nichts mehr ging… es ist trotzdem schön, hier zu gewinnen. Endlich ein Sieg am Betzenberg.

Auf dem Weg zurück zum Bahnhof gab es dann noch für alle eine Kugel Eis. Dafür ein dickes Dankeschön an Benny! Wieder in der Bahn, klappten wir die Sitze runter und schon fielen uns die Augen zu. An dieser Stelle Sorry, dass ich es nicht mehr geschafft habe, mit dem einen oder anderen ein Bierchen zu trinken. -Christoph

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St. Pauli – Eintracht Braunschweig 12/13

Mai 15, 2013

Eine Handvoll Tore

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Im Sommer 2008 gab es eine Aktion des alten Fanshops, bei der man das Trikot direkt nach dem Kauf beflocken lassen konnte. Nachdem ich damals das braune Shirt im Laden besorgt im hatte, ging ich wieder nach draußen. Dort stand ein Hänger, bei dem dann der Name mit der jeweiligen Nummer des Wunschspielers auf das Trikot aufgetragen wurde. Minutenlang überlegte ich in der Warteschlange, welcher Name das Trikot zieren sollte. Um mich herum standen schon die ganzen Egers, Morenas, Meggles und Co. Im letzten Moment, ich kam dann dran, entschied ich mich für die Nummer 11 „Gunesch“. Warum mir das jetzt einfällt? Derjenige, der das Trikot beflockte, war Marius Ebbers. Als Neuzugang wurde er in dieser Aktion mit eingebunden und somit den Fans vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt kamen noch die wenigsten darauf, seinen Namen aufs Shirt machen zu lassen. Vor mir ein weiblicher Fan: „Hübsch sieht er ja aus, aber dass sein Name auf mein Trikot kommt, muss er sich erst einmal verdienen.“ Gut möglich, dass sie mittlerweile seinen Namen spazieren trägt. Verdient hätte er sich das allemal.

Fünf Jahre später (fuck, wie die Zeit rennt) hieß es nun Abschied nehmen. Früh trafen wir uns auf dem Südkurvenvorplatz. Am AFM-Container bekannte Gesichter getroffen und in gemütlicher Runde den einen und anderen Schnack gehalten. Vom Alkoholverbot habe ich im Vorfeld nichts mitbekommen, so dass ich mein Bierchen mit zum Eingang der Gegengerade nahm. Zwischen dem Abtasten und dem Abknipsen der Karten, durfte man seinen Becher austrinken. Da das Alkoholverbot auch nicht vom Verein nach Außen kommuniziert wurde, gesellten sich noch andere Leute mit ihren Getränken zu mir und so bildeten wir quasi „die Ecke der guten Laune“.

Im Stadion war viel los und Ebbers und Bruns ernteten schon beim Warmmachen viel Applaus. Der Gästeblock war ebenfalls gut gefüllt, aber gehört hat man vom Braunschweiger Anhang nichts. Hallo? Aufstieg?! Selbst wenn das Spiel für die eigene Mannschaft nicht mehr wichtig ist, wenn man aufsteigt, ist doch Ramba Zamba angesagt. Feiern, ein wenig Quatsch machen, Polonaise im Block starten oder was weiß ich. Aber nicht bei den Niedersachsen. Auch die Spieler hatten wohl keine Lust mehr und meine Hoffnung vom letzten Heimspiel, dass der Gegner besoffen auf dem Platz steht und sich nicht mehr anstrengt, wurde diesmal erfüllt. Eine Handvoll Tore haben unsere braun-weißen Kicker geschossen, wobei das 4:0 (Bruns) und das 5:0 (Ebbers) besonders hervorzuheben sind. Schön, dass die beiden das Stadion noch einmal zum abrocken brachten.

Der Abschied, wie sollte es anders sein… man hat etwas im Auge. Ihr kennt das. Eine tolle Aktion war die Plüschtier-Aktion. Hatte etwas von einem Rockstar-Auftritt, diente aber hauptsächlich dem guten Zweck.

Vielen, vielen, Dank für die wunderbaren Jahre. Wir sehen uns ja noch in Kaiserslautern und vielleicht geht mein Wunsch ja in Erfüllung, dass die beiden dem Verein in irgendeiner Form noch erhalten bleiben. You’ll never walk alone! – Christoph

St. Pauli – Hertha BSC 12/13

Mai 2, 2013

Wir brauchen mehr ROAR!

Aufstehen, anziehen und los. Mehr Zeit bleibt auch nicht, wenn man an einem Sonntag 2. Liga gucken möchte. Schon früh zeichnete sich ab, dass recht viele Auswärtsfans zu erwarten waren. Auf dem Südkurvenvorplatz tummelten sich schon weit vor dem Spiel viele Herthaner, zwischen den ganzen bekannten Gesichtern. Klarry und ich trafen dann die restlichen Rabauken, tranken noch ein Bierchen und gingen schon bald rein. Wie grau es hier noch ist, also im inneren der Gegengerade. Meine Hoffnung ist ja, dass sich das in der Sommerpause ändert. Auf dem Platz ging es nun gegen die alte Dame aus Berlin. Eine weitere Hoffnung von mir war, dass der Gegner vielleicht halb besoffen auf dem Platz steht und alles ganz chillig angeht. Immerhin sind die ja schon durch. Leider wollten sie uns diesen Gefallen nicht tun und so kamen die Berliner recht zügig zu den ersten Chancen. Schließlich auch zum ersten Führungstreffer in der 23. Minute. Auch bei uns kam nun endlich Fahrt auf, beim Torwart und der Abwehr war jedoch immer Schluss. Bis zu Halbzeit passierte erst einmal nichts mehr. Ich springe direkt zur 66. Minute, denn da schummelte Lennart Thy den Ball nach einem Kurzpassspiel durch die Beine des Torwarts ins Netz. Und dann wurde auch das Stadion endlich richtig laut. So muss es eigentlich von Anfang an sein. Volle Pulle Radau! Wer weiß, was uns das alles bringen kann. Einschüchterung des Gegners, Motivation unserer Braun-Weißen, einfach mehr ROAR! Mit einem Unentschieden wäre ich also schon zufrieden gewesen und ganz kurz kam auch die Freude über einen möglichen Sieg auf, da Ginczek das Spiel mit einem Elfmetertreffer drehte. Doch wie schnell es im Fußball gehen kann, wurde uns kurz darauf gezeigt. In der 88. Minute machte Ronny das 2:2 und zwei Minuten später traf Wagner zum 3:2. Da haste es wieder. Spiel gedreht und doch nichts gewonnen. Wichtige drei Punkte sind pfutsch, die wir doch so dringend benötigen. Scheiß drauf, miese Laune hatten wir trotzdem nicht und so ging es wieder vor die Südkurve, genauer zum AFM-Container.
Während wir in gemütlicher Runde unser Bierchen tranken und der Musik lauschten, kam ein Moment der Kategorie „Wie dumm kann Mensch sein?“ Auf dem Südkurvenvorplatz zog ein Typ in Shorts und sonderbarem Tattoo (HSV-Wappen in Form der BRD, hinterlegt mit der deutschen Flagge) auf der Wade, die Aufmerksamkeit auf sich. Auch wenn seine Kumpels (komischerweise im Totenkopf Pullis) sagten, dass er extra zur Demo kam, bleibt mir so ein Auftreten einfach unbegreiflich. Es ist doch klar, dass so etwas provoziert. Möchte nicht die Reaktionen sehen, wenn ich mit einem gut sichtbaren St. Pauli Tattoo vor der Nordkurve in Stellingen rumlaufe. Nach einigem Gepöbel verschwand der Typ und die Lage beruhigte sich. Nun bleiben uns noch drei Spiele, von denen wir hoffentlich noch bei einem die drei Punkte mitnehmen werden. Der Sack sollte dann auch endlich mal zu sein und der Abstiegskampf ist kein Thema mehr. – Christoph

St. Pauli – TSV 1860 München 12/13

April 15, 2013

27.03. 1997

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Am 27.03. 1997 spielte der FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund im alten Volksparkstadion. Es regnete und unsere braun-weißen Helden verloren mit  0:1 durch ein Tor von Andi Möller. Doch was hat das mit der aktuellen Begegnung gegen die Münchner zu tun? An diesem Tag holte ich mir einen St. Pauli-1860 Freundschaftsschal (Zecken mögen Löwen). Wir und die, zusammen gegen die Übermächtigen aus der Säbener Straße. Heute sieht das alles ein wenig anders aus. Den Schal müsste ich immer noch irgendwo liegen haben. Mit dem Verein kann ich allerdings immer weniger anfangen und auch die Sympathien für den FC Bayern sind bei mir gestiegen. Zu sehr haben sich die Fanszenen voneinander entfernt, zu viele Rechte finden den Weg in die blaue Kurve. Ein Scheich, der die TSV als Spielzeug benutzt und derzeit alle nach seiner Pfeife tanzen lässt. Der Verein ist mittlerweile nicht mehr als ein Patient, der am Tropf des großen FC Bayern hängt.
Versteht mich jetzt bitte nicht falsch. Ich habe Freunde und Bekannte, die zu 1860% Münchner Löwen sind und mit denen ich auch viel gemein habe. Ich freue mich auch über jeden blauen Münchner, mit dem ich am Millerntor ein Bier trinken kann. Der Club an sich ist es, den ich nicht mehr mit den Augen betrachte, wie damals in den 90ern.
Auch an diesem Tag, 16 Jahre später (boah, fuck… wie schnell die Zeit vergeht), plätscherte es vom Himmel auf uns herunter. Mit der Bahn fuhren wir zum Stadion. Vor dem Container das obligatorische Bierchen getrunken und im Fanshop das neue Totenkopf Shirt geholt. Vielleicht nicht jedermanns Sache und auch ich bin gerade beim Jolly Roger sehr konservativ. Ich mag nur die klassische Variante, weiß auf schwarz (weiß auf braun ist auch ok) und nicht diese neumodischen Experimente mit Glitzer und Pixeln. Ich will den Totenkopf auch nicht auf Toast haben, oder als Christbaumkugel im Weihnachtsbaum hängen sehen. Die Variante mit den irischen Farben gefällt mir aber.  Draußen noch kurz mit den anderen geschnackt und auch Klarissa war wieder mit am Start. Für jemanden, der nicht in Hamburg wohnt und immer nur kurzfristig eine Karte bekommt, nicht schlecht. So langsam lohnt sich schon eine eigene Dauerkarte. Benny hatte seine Karte diesmal getauscht, so dass er mit auf der Gegengerade war. Im Stadion gab es dann eine kleine Überraschung. Wir haben Nadine aus Aachen wieder getroffen, die wir letztes Jahr auf der Dresden-Fahrt kennengelernt haben. Auch hier wieder ein wenig geschnackt und für später am Jolly verabredet. So langsam machten sich die Gesänge breit und wir fieberten dem Anpfiff entgegen. Riesen Respekt geht an die Nordkurve, für die geile Choreo „Wir kommen aus dem Norden…“ So muss das sein!
Auch das Spiel hat endlich wieder Spaß gemacht. Nach einigen guten Möglichkeiten und ein paar Ecken, landete der Ball in der 34. Minute bei Ginczek, der die Pille dann endlich ins Tor brachte. Trotz einiger Verletzungssorgen, machten alle Spieler einen guten Job. In der zweiten Halbzeit kamen dann die Münchner zu mehr Torchancen, aber das sollte uns egal sein. Nach 70 Minuten kam Daube über die linke Seite, brachte den Ball in die Mitte rein, Abpraller von der Jogginghose, Bartels und drin war das Ding. 2:0!  Alle jubelten. Nur Rob Friend meinte es leider so gar nicht freundschaftlich und schenkte uns nur kurz darauf einen ein. Eine Minute durfte er sich über seinen Anschlusstreffer freuen, dann kam Schachten über die linke Seite, hoch rein, Bartels hält den Kopf hin und Tor! 3:1! Deckel drauf und aus die Maus. Ein gutes Spiel und wichtige drei Punkte.
Für uns ging es weiter zum Jolly, ein Bierchen naschen und danach noch zum Mittagessen in die kleine Pause. Leider konnte ich noch nicht das Ladekabel für meine Kamera finden, so dass wir auf wirklich tolle Bilder derzeit verzichten müssen. – Christoph

St. Pauli – SSV Jahn Regensburg 12/13

März 13, 2013

90 Minuten sind lang.

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Der Freitag war gespickt mit so vielen Kleinigkeiten, die mir ein Grinsen ins Gesicht zauberten. Das lag unter anderem daran, dass ich einen halben Tag frei hatte, dass Franz Gerber mal wieder am Millerntor war und ganz besonders freute ich mich darüber, meine Freundin das erste Mal mit ins Stadion zu nehmen. Aber fangen wir von vorne an…

Meine Freundin war über die Tage in Hamburg und ich habe ihr in der Vorwoche noch eine Karte für das Spiel besorgt. Am Freitag hatte ich dann einen halben Tag frei, so dass wir uns schon gegen 13 Uhr in der Stadt trafen. Von dort aus ging es direkt ins Viertel, genauer gesagt in die kleine Pause. Lecker Burger essen. Da noch richtig viel Zeit war, gingen wir danach gleich weiter in den Fanladen. Dort den Übersteiger eingesackt und wer war darin zu finden? Das Baby von Jessy und Chrischi. Auch in der Viva St. Pauli war das Bild zu sehen und was soll man sagen? Der Kleine macht schon eine richtig gute Figur. Noch ein paar Jahre und Finn schießt den FC St. Pauli in die Champions League. Na gut, Meisterschaft reicht auch erstmal. Wir verweilten noch etwas auf der Couch, da die restliche Bande noch auf sich warten ließ, so dass wir sie erst um 16 Uhr vor dem Clubheim trafen. Das übliche Gesabbel und schon machten wir uns auf den Weg ins Stadion. Die einen in Richtung Südkurve, wir zur Gegengerade. Es ist echt erstaunlich, wie viel schon kurz nach dem Einlass schon los ist. Während man sich auf der Südkurve noch reichlich Zeit lassen kann, muss man sich hier schon etwas beeilen.

Einige Regensburger fanden ebenfalls den Weg ins Stadion, um Ihre Mannschaft zu unterstützen. Zwar nicht sehr viele, doch für einen abstiegsbedrohten Verein aus der Oberpfalz war das schon ok.

Jetzt kommen wir zum Spiel. Auf dem Papier eine klare Sache, doch wir sind hier immer noch bei St. Pauli. Leichte Gegner gibt es nicht. So war ich erst einmal froh, dass uns Gogia in der 18. Spielminute in Führung brachte. Doch es dauerte nicht lange und Regensburg glich schon nach fünf Minuten wieder aus. So ging es mit einem Unentschieden und zwei gelbe Karten für uns in die Halbzeit. Jetzt bitte den Arsch aufreißen, dachte ich. Gerne mal wieder zwei, drei Tore und einen souveränen Heimsieg einfahren. Die Regensburger wurden in der zweiten Halbzeit etwas offensiver und wir reagierten mit den Einwechslungen von Ebbers und Boll. In der 66. Minute kamen wir dann wieder in den Strafraum vom Gegner und wie sollte es anders sein?! Ginczek macht das 2:1. Unfassbar, wie gut der Typ ist. Hoffentlich können wir ihn irgendwie halten. Denn es wird dem BVB wohl auch nicht entgangen sein, wie der zurzeit aufdreht. Nur leider flog er kurz darauf vom Spielfeld. Glatt rot, nachdem er Rahn im Mittelfeld umbrezelte. Und als ob das noch nicht genug wäre, gleichten die Regensburger kurz vor Schluss auch noch aus. Innerlich habe ich mich schon mit einem Unentschieden abgefunden. Doch Bruns zeigte uns allen, dass ein Spiel halt 90 Minuten dauert. Und so machte er doch noch in der letzten Minute das 3:2!!! Unfassbar, wie sich die Mannschaft nicht einfach hängen ließ. BÄMM! ZACK! Rein das Ding und erst einmal jeden im Umkreis von fünf Metern umarmt. So ein bisschen haben mich die letzten Minuten an das Spiel gegen Duisburg erinnert, als wir in der letzten Saison auch noch in der Schlussphase siegen konnten. Da nimmste zum ersten Mal deine Freundin mit ans Millerntor und schon bekommst du einen geilen Sieg mit genialer Flutlichtatmosphäre serviert.
Nach dem Spiel ging es für uns wieder runter. Chillen vor dem AFM-Container, ehe es für uns dann wieder nach Hause ging. – Christoph

St. Pauli – 1. FC Köln 12/13

Februar 20, 2013

Keine Lust auf Köln!

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Es gibt Spiele, die müssen nicht sein. Die Partien gegen Köln gehören zum Beispiel dazu. Seit dem ich am Millerntor bin, konnten wir gegen diese Mannschaft noch nie etwas reißen. Vor dem Spiel war allerdings noch alles in Ordnung. Am Wellingsbüttler Bahnhof stieg ich in die S-Bahn ein, in der schon Hendrik, Maik und mein Vater saßen. Mein Vater schafft es ca. einmal im Jahr mit ins Stadion zu kommen, wenn er mal wieder Zeit hat und eine Dauerkarte in unserem Umfeld über ist. So freut er sich jedes Mal wie Bolle auf das Spiel und begrüßt auf dem Hinweg jeden St. Pauli-Fan mit einem überschwänglichem „Moin!“. Ganz egal ob er ihn kennt oder nicht. Meistens kennt er sie nicht. Eigentlich kennt er gar keinen von den Leuten. Aber so ist er halt. Seine gute Laune steckt an und so machte sich bei uns Optimismus breit. Während Benny an der Kellinghusenstraße zu uns stieg, schnackten wir in der Bahn über die schlechte Leistung in Sandhausen und waren uns alle ziemlich einig, dass es diesmal nur besser laufen kann.

Vor dem Spiel ging es noch auf ein Bierchen in den AFM-Container und schon bald machte ich mich auf dem Weg zur Gegengerade. Doch was war da los? Schon richtig lange Schlangen vor dem Einlass. Ich möchte nicht wirklich wissen, wie es aussieht, wenn der DOM nebenan aufgebaut ist. Viel Platz ist dann nicht mehr. Vom Ordner abgecheckt und rein ging es, in die graue Höhle. Erstaunlich auch, wie viele Kölner sich auf der Gegengerade tummelten. Danach ging es für mich weiter, in den Supporter Block. Die Bekannten Gesichter vom letzten Mal begrüßt, ein wenig geschnackt und dann ging es auch schon los. Und wie es losging. ZACK BUMM! Ein Gegentor in der 3. Minute. Direkter Freistoßtreffer von Clemens. So blieb immerhin noch viel Zeit, einen Ausgleichstreffer zu erzielen. Naja, wenn man den Chancen hat. Und die wenigen Chancen, die wir hatten, wurden alle schön versemmelt. Mit einer rot-gelben Karte für Thorandt, ging es dann auch schon in die Halbzeit. Für mich führte der Weg dann wieder runter, ein Bierchen holen. Lustiges Bild: rechts vom Eingang zu „Block F“ war der Bierstand irre voll. Hier bildete sich eine riesen Schlange während auf der linken Seite (also ein Getränkestand weiter) nur ein paar Leute anstanden. Gut für mich. So bin ich gleich dahin, ohne anstehen zu müssen. Weiter ging es mit Hälfte Zwei. Hier waren immerhin die Kölner zu blöd und haben einige sehr gute Tormöglichkeiten liegengelassen. Von uns kam allerdings auch nicht mehr viel. Und als es auf dem Platz dann doch noch etwas hitziger wurde, war zwei Reihen vor mir ein Typ, der unbedingt seinen Bierbecherinhalt loswerden wollte. So schüttete er das ganze Bier über die Leute, die vor ihm standen. Immerhin wurde er daraufhin von seinem Hintermann am Kragen gepackt und ihm wurde ziemlich deutlich gemacht, dass so etwas nicht erwünscht ist. Es blieb also beim 0:1, allerdings mit einer fragwürdigen Schiedsrichter Leistung. Immerhin hat die Mannschaft gekämpft. Das Spiel habe ich in diesem Bericht nur oberflächlich angekratzt. Ihr habt es ja alle gesehen und es gab einfach zu viele Aufreger für mich.
Jetzt bin ich erst einmal froh, dass wir eine Weile nicht gegen Köln spielen müssen. Wie lange nicht? Darüber streiten sich die Geister. Einige sehen uns schon in der dritten Liga. Eine typische Abstiegssaison ist es für mich allerdings nicht. Darum werden wir spätestens in der nächsten Spielzeit wieder aufeinander treffen. – Christoph

 

Bayer 04 – St. Pauli

April 13, 2011

So ein Mist!

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Ach ist das schön, um 15:30 Uhr erstmal Gladbach – Köln gucken und direkt im Anschluss Leverkusen – St. Pauli! Da freut sich die couch potatoe vor dem Fernseher. Und die Auswärtsfans freuen sich immer besonders, wenn sie ein Spiel an einem Sonntagabend sehen können. Heeey… Begeisterung! Am besten ist immer das späte nach Hause kommen, da Fußball-Fans auch nicht zur Schule müssen und Arbeit haben sie sowieso alle nicht *nerv*
Wir machten uns also auf den Weg nach Leverkusen. Da ich eine Karte über hatte, kam David aus meiner Firma mit. Was Fußball angeht, ist er eher der stille und neutrale Beobachter. Beim hsv war er bisher ein paar Mal, aber bei einem Spiel der Braun-Weissen noch nicht. Wir wollten uns U-St. Pauli treffen um dann mit dem Fanladen-Bus nach Leverkusen zu fahren. Er wartete schon oben an der Station als er mich anrief und fragte, wo ich sei. Es war kurz vor 10 Uhr und ich steckte noch im Busersatzverkehr zwischen Kellinghusenstraße und Schlump fest. So ein Mist! Ich benutze nicht oft die U-Bahn, eigentlich nur um zum Stadion zu kommen. Daher hab ich irgendwelche Mitteilung bezüglich des Ersatzverkehrs nicht mitbekommen. Ich kam also viel zu spät am Treffpunkt an. Und als ich die Treppen vom Bahnsteig hochsprintete, sah ich auch schon die Fanladenbusse direkt vor meiner Nase vorbeifahren. So ein Mist! Doch Glück im Unglück, denn Benny, Maik und Denise wollten mit dem Auto nach Leverkusen runterfahren und sich sowieso erst um 11 Uhr in Barmbek treffen. Ein kurzes Telefonat mit denen und wir beschlossen (da wir nun zwei mehr waren) mit Davids größerem Auto gemeinsam runter zu fahren. Also wieder zurück nach Barmbek, das Auto geholt und die anderen eingesammelt.
Die Fahrt nach Leverkusen verlief ganz gut. Keine Staus, kamen flott voran und haben nur zwei kleine Pausen gemacht. Als wir in der Pillenstadt ankamen, tankten wir noch einmal voll auf. An der Tankstelle vernahm ich auch gleich ein „Haut sie wech, den scheiß Plastikclub“ gesprochen im Kölner Akzent. Ich drehte mich um und ein älterer grinste zu uns rüber. „Alles klar“ antworteten wir!
Danach haben wir gleich einen Parkplatz in Stadionnähe gesucht. Naja, so wirklich nah dran an der Arena, äh am Stadion war unser Parkplatz dann doch nicht. Drei Kilometer mussten wir mit dem Bus-Shuttle zurücklegen. Bevor dieser losfuhr, stand der noch eine Weile rum. Ein Ordner schloss immer wieder die Tür um sie nach zwei Sekunden wieder für ankommende Fans zu öffnen. Warum er die Tür immer wieder zumachte, verstand keiner. Auf, zu, auf, zu… bestimmt 10 Minuten lang. Der Bus füllte sich immer mehr mit Fans aus Hamburg und Anhänger der Pillenkicker. Alles sehr friedlich. Allerdings fiel mir auf, dass die Leverkusener fast alle gleich aussahen. Geschätzte 99% liefen mit dem aktuellen Trikot rum. Kaum einer hatte was anderes von seiner Lieblingsmannschaft an. Sah irgendwie eintönig aus.
Am Stadion angekommen, noch eine Wurst und ein Bier holen. Ähäh.. Bargeld is nich! Kartenbezahlsystem ist angesagt, der Traum eines jeden Auswärtsfan. So ein Mist! David holte dann doch so ein blödes Plastikteil. „5€ Pfand kommen noch hinzu“ sagte der Typ am Schalter. „Achso, die muss man auch wieder zurückgeben?“ antwortete David. Der Schaltertyp: „Nicht wenn du der Meinung bist, das ihr nächste Saison auch noch hier spielt“ Haha, sehr lustig….
Maik, Denise und Benny gingen in den unteren Gästebereich, für David und mich ging es in den Oberrang. So sieht sie jetzt also nach dem Umbau aus, die Arena… äh das Stadion. Die Logenwand hinter dem Tor ist geblieben. Die Sitze sind nun alle rot, ein Oberrang wurde raufgesetzt und noch mehr Logen in die Tribünen gebaut. Einzigartig in Deutschland ist wohl der Stehplatzbereich der Heimfans. Nicht hinter dem Tor, sondern in einer Ecke zwischen Kurve und Geraden gequetscht. Naja, wenn die sich da wohl fühlen, mein Ding wär das nicht.

Das Spiel war mal wieder nicht so toll. Leverkusen machte phasenweise echt Druck, aber wir hielten die Null. Teilweise hatten wir Glück das Bene gut reagierte, und manchmal hatten die Leverkusener den Ball einfach danebengehauen. 0:0 bis Zur Halbzeit, aber nach der Pause, kamen wir besser ins Spiel. Bis zur 58. Minute als Bruns über die rechte Seite kam, nach innen spielte und Takyi den Ball ins Tor versenkte. Nach der 1:0 Führung für uns, kam aber Leverkusen wieder mehr in die Gänge. In der 66. Minute war es dann auch soweit. Derdiyok  spielte auf Kießling, der zum Ausgleich traf. So ein Mist! Naja, vielleicht halten wir ja das Unentschieden, dachte ich. Das wäre schon mehr als ich erwartet hatte. Aber es sollte nicht sein. Genau 11 Minuten später kam Bender zur Torchance und nutzte diese auch. Bene sah dabei leider nicht gut aus, da sich der Ball noch unter ihm wegrollte. So ging das Spiel auch mit 1:2 verloren. So ein Mist! Es ist echt ätzend. Du denkst, so viele Niederlagen in Folge kann es doch gar nicht geben und dann kommt immer noch eine obendrauf.
Danach ging es wieder runter, die anderen einsammeln und zum Bus-Shuttle. Immerhin kamen in unserer Gegenwart keine Provokationen der Leverkusener, da der Bus wieder voll mit Fans beider Mannschaften war. Anschließend ging es mit dem Auto wieder zurück Hamburg. Ein wenig nervig war das Navi, dass bei jedem Blitzer im Umkreis ein lautes „DIIING“ von sich gab. Es meldete sogar Blitzer, die in irgendwelchen Nebenstraßen und nicht direkt auf unserer Strecke waren. War man als Beifahrer gerade ein wenig eingedöst, konnte man sicher sein, dass das Navi einem wieder aus den Träumen riss. Wir wussten aber auch nicht, wie wir das Teil ausschalten konnten. So ein Mist! Um 1 Uhr kamen wir dann endlich zu Hause an und dann ging es ab ins Bett. – Christoph

St. Pauli – Schalke 04

April 5, 2011

pissed off!

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Ich weiss eigentlich gar nicht, wo ich anfangen soll. Irgendwie bin ich zu genervt von der jetzigen Situation. Wieder verloren… das X. Spiel in Folge. Ich zähl schon gar nicht mehr. So langsam geht’s abwärts, ich erwarte aber auch nichts mehr von den restlichen Spielen. Von der Arbeit bin ich direkt los zum Stadion. Dort die anderen vor dem Clubheim getroffen. Es war noch ein wenig Zeit für ein Bier bevor es reinging. Das Wetter war angenehm mild und irgendjemand laberte von der Mopo-Überschrift „Bei Flutlicht und Dom hat St. Pauli fast immer gewonnen“. Ich halte von solchen Texten überhaupt nichts, denn entschieden wird das Spiel auf dem Platz. Und dort war neben 21 anderen Spielern auch Raúl anwesend. Ich mag Real Madrid nicht, dennoch ist Raúl ein einzigartiger Spieler. Ein Weltstar, der mit einem der erfolgreichsten Vereine der Welt etliche spanische Meisterschaften, Champions League-Titel und den Weltpokal gewonnen hat, steht nun auf dem heiligen Rasen des Millerntorstadions. Der Spieler, der schon immer Real Madrid verkörperte, spielt vor unserer rustikalen Gegengerade. Ein komisches Gefühl, das ich nicht so wirklich einordnen konnte. Schade, dass er auch gleich das 1:0 für Schalke gemacht hat. Ecke, Kopfball und drin war das Ding. Viel mehr mag ich nicht mehr über das Spiel schreiben. Es fiel noch das 0:2 und kurz vorher wurde ein Treffer durch eine vermeintliche Abseitsstellung nicht gegeben.
Das Spiel ist mal wieder typisch und reiht sich somit weiter in die Negativserie ein, die wir zurzeit erleben. Ach, wenn es nur das wär… Denn jemand von der Haupttribüne kam auf die geniale Idee, seinen Frust an den Linienrichter mit einem Becherwurf abzubauen. Becherwürfe, da sind wir wieder bei einem unserer Lieblingsthemen aus der Fanszene. Ich bin auch oft wütend auf irgendwelche Spieler, die Schiedsrichter oder sonst wem. Dann gestikuliere oder pöbel ich wie wild rum. Aber jedes kleine Kind weiss, dass man nichts auf das Spielfeld werfen sollte (lustige Luftballons, Konfetti usw. ausgenommen). Als der Linienrichter getroffen wurde, dachte ich sofort ein (oder waren es zwei?) Heimspiele zurück. Als es vor dem Spiel hieß, das der Verein wegen diverser Wurfgeschosse aus der Gegengerade schon beim DFB unter Beobachtung steht. Geil, jetzt werden die bei uns richtig abkassieren. Darauf haben sie doch nur gewartet, und ein Vollidiot von der Haupttribüne serviert ihnen einen beispiellosen Vorfall direkt auf’s Silbertablett. Ihr merkt, ich bin total verärgert. Nicht wirklich über die Niederlage, sondern vielmehr über diesen Vorfall. Ich drehte mich nur noch um, schaute nicht mehr auf’s Spielfeld. „Das war’s“ dachte ich innerlich, während ich die Tribüne hinaufschaute. Da waren sie wieder, die Gästefans auf den Sitzplätzen der Südkurve, die nur noch rumprovozierten. Darüber aber im nächsten Artikel mehr. Da mich dieses Phänomen zu sehr aufregt, als das ich es hier irgendwo mit einquetschen könnte.
Nach dem Spiel ging es noch kurz ins Clubheim. Dort Patrick vom Nord Support getroffen (Danke für das Bier). Wir sprachen kaum über das gerade abgebrochene Spiel, sondern fast nur über mögliche Gegner der kommenden Saison. Rostock, Braunschweig, Paderborn….Üüüüääärgs, daran mag ich gar nicht denken. Daher mach ich mal Schluss hier. – Christoph

St. Pauli – VfB Stuttgart

März 16, 2011

Warum bist du eigentlich bei St. Pauli?

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Ist es ein Fluch? Sind wir jetzt verhext? Nach dem Derbysieg läuft es nicht mehr. Schuld ist meiner Meinung nach auch unser großes Verletzungspech in der Abwehr. Es soll keine Ausrede für die Niederlagen sein. Aber ich glaube, wenn Zambrano und Oczipka fit wären, würden wir noch immer auf Platz 11 oder 12 stehen. Ja, ich weiss… hätte, würde, könnte. Aber diese beiden Ausfälle bis Saisonende ärgern mich richtig. Dabei startete der Sonntag für mich recht fröhlich. Endlich war es wieder warm und man konnte sich ohne Jacke auf den Weg machen. Vor dem AFM-Container haben wir noch eine kleine Menge vorbestellter BBSP-Schals abgeholt. Nun ist auch die restliche Bezugsgruppe glücklich! Hier nochmal vielen Dank für die schönen Teile, der ganzen Orga usw. Danach ab zum Jolly, die Magic St. Pauli Rabauken getroffen. Bis kurz vor dem Spiel war ich doch noch recht müde und schlapp. Das kommt davon, wenn man am Vorabend zu lang unterwegs ist. Das legte sich aber schlagartig, als ich und einige um mich herum mit dem Einsingen anfingen. Weg war die Müdigkeit und purer Optimismus machte sich breit. Gegen Stuttgart können und müssen wir gewinnen. Also, alles geben!

Die wichtige Frage nach „Wie wird wohl das Spiel ausgehen?“ war an diesem Tag „Warum bist du eigentlich bei St. Pauli?“ Eine berechtigte Frage, die bei aller Kritik an der Vereinsführung auch an uns gestellt werden kann. Weitere Inhalte findet ihr im folgendem Link: www.warum-bist-du-bei-sankt-pauli.de

Kurz vor dem Anstoß wurde mir dann auch wieder bewusst, wie unbedeutend Fußball sein kann, im Vergleich zu den aktuellen Geschehnissen in Japan. Eine Schweigeminute wurde eingelegt und habe ich mich letztens noch über die niveaulosen Hannoveraner aufgeregt, waren es hier irgendwelche „Alles-Kultich-Bei-St. Pauli-Saufspacken“ auf der Gegengerade, die die Schweigeminute störten. Egal wie nah einem so eine Katastrophe wie in Japan geht, ich halte schon aus Respekt meine Klappe. Mental warf ich diesen Typen die „Warum seid ihr eigentlich hier?“ Frage rüber.

Zum Spiel kann ich wieder nicht viel sagen. Zu sehr habe ich mich über unsere Führung durch Boll gefreut. Zu niedergeschmettert war ich beim Siegtreffer von Schipplock für den VfB in der 88. Minute. Es gab während des Spiels viele kleine gute Aktionen von uns. Aber was bringt es dir, wenn du den Ball immer wieder verdaddelst, anstatt ihn abzuspielen oder mal direkt draufschießt?

Gefrustet ging es zur U-Bahn und als wir auf dem Bahnsteig warteten, unterhielten sich grade zwei Stuttgarter mit einem St. Pauli-Fan. „Ich hoffe, wir sehen uns in der nächsten Saison wieder und zwar in der ersten Liga“ sagte der eine Anhänger vom VfB“ Was der St. Pauli-Fan antwortete, habe ich nicht ganz verstanden. Aber so richtig optimistisch klang es auch nicht. Die Einführung der Relegationsplätze habe ich damals vor zwei Jahren verflucht. Seit ein paar Tagen ist ein solcher Relegationsplatz allerdings ein kleiner rettender Strohhalm für mich. Ich hoffe, wir müssen uns nicht an ihn klammern. – Christoph

St. Pauli – Hannover 96

März 1, 2011

Vier unbeschwerte Tauben

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Die Sonne schien, aber schön kalt war es an diesem Samstag. Für einen Februar recht ok, trotzdem freue ich mich schon darauf, wenn die Temperaturen wieder ansteigen. So zog ich meine Jacke und den BBSP-Schal (ich dachte, Hannover würden wir auch ohne meinen Lieblingsschal schlagen) an und ging aus dem Haus. Maik und Barbie durften an diesem Tag Babysitten und waren nicht am Start. Also fuhr ich mal wieder alleine los. Am Poppenbüttler Bahnhof noch eine Hinz und Kunz und nen‘ Eistee aus der Dose gekauft und bis zur Kellinghusenstraße gefahren. Dort traf ich Benny und es ging von dort aus gemeinsam zur Brigittenstraße. Wir waren pünktlich zum Derbysieger-Gruppenfoto da und machten ein wenig Remmidemmi. Danach kurz in den Laden und den neuen „Sankt Pauli – Millerntor“ Schal besorgt. Schon wieder ein Schal? Ja, die Teile sehen einfach geil aus. Ob es mein Balkenschal ist, der rote Bring Back St. Pauli- oder der ganz neue Schal. Alles heiße Teile!
Wieder raus aus dem Laden und mit den liebenswerten Menschen von Magic St. Pauli weiter zum Jolly gewandert. Stickertausch war angesagt. Naja zumindest für die anderen. Denn ich habe meine noch nicht alle verklebt um zu checken, welche ich noch wirklich brauche.

Nach einem Bier und zwei Sticker später ging es denn nun los zum Stadion. Wieder mal Alkoholverbot. Ich erwähnte schon mal, dass ich solche Verbote eh nicht nachvollziehen kann. Wer saufen will, säuft eh.  Und kippt sich vielleicht sogar dadurch mehr als üblich rein. Und im Stadion macht Cola mit Schuss die Runde. Naja, mir ist das im Endeffekt egal. Muss ich nicht während des Spiels die ganze Zeit Bier trinken. Als wir dann vor dem Eingang Süd / Haupt waren, fiel mir auf, dass die Kita Ecke von außen noch immer nicht fertig ist. Das Mosaikmuster ist nur zur Hälfte drauf. Schade eigentlich, wird mal Zeit das diese Ecke im vollen Glanz erstrahlt.

Als die Mannschaft dann zum Warmmachen ins Stadion kam, gab es für jeden Spieler eine Dankes-Tapete. Stadtmeister sind wir ja bekanntlich! Yeah! Kurz vor dem Anpfiff gab es dann eine Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Ernst Schacht (Vereinspräsident von 1970–1979) Einige Idioten aus dem Gästeblock unterbrachen die Stille aber mit „Scheiß St. Pauli“-Rufen. Widerlich! Wenn ich irgendwo zu Gast bin, auch wenn ich den gegnerischen Verein nicht mag, halte ich schon aus Respekt bei einer Schweigeminute die Klappe. Dreckspack! Sorry, is so!

Das Spiel war nicht so berauschend. Viele Verletzte und einen scheiß Rasen. Aber, wir spielen darauf wenigstens Fußball. Nicht so wie ein anderer Verein, der… ach egal ihr kennt ja die Geschichte vom Vorstadtclub 😉 Durch den Mangel an Spielern rückten Hauke Brückner und Jan-Philipp Kalla in den Kader nach. Schnecke spielte gleich von Beginn an und zeigte eine recht ordentliche Leistung. Abgelenkt haben mich während des Spiels aber immer wieder die vier Tauben auf dem Feld. Diese pickten sich fröhlich irgendwelche Krümel vom Feld und ließen sich von den Spielern nicht stören. Und wenn die Kicker doch mal in Ihre Nähe kamen, hüpften sie einfach ein paar Meter vorwärts und verweilten weiter auf dem Platz. Ein totaler Grottenkick, aber vier unbeschwerte Tauben auf dem Platz, die ihr eigenes Ding machten… genial!

Zum Spiel will ich aber nicht mehr viel sagen. Nur das Cherundolo eigentlich eine rote Karte hätte kriegen müssen. Der trat den liegenden Asamoah volle Kanne ins Gesicht. Der Schiri steht nur zwei Meter daneben und sieht es nicht. Unerklärlich für mich! Nächste kuriose Szene war für mich die Ecke, die keine war und dann doch nicht gegeben  wurde. Aber man muss zugeben, auch ich auf der Tribüne (und ich übersehe teilweise schon einiges) habe klar erkannt, dass es keine Ecke war. So mussten wir doch alle schmunzeln. Aber der Eckstoß wurde, nachdem sich alle eine Minute lang positionierten, abgebrochen und es gab nur einen Abstoß. Im Gegenzug bekam Hannover dann einen Eckstoß…. Kopfball drin… Scheiße! 0:1 in der vorletzten Minute verloren. Das Spiel wäre eigentlich ein typisches 0:0 gewesen. Sehr ärgerlich! Beim Gegentor wurde mir allerdings wieder bewusst, dass etwas komplett schief läuft bei uns. Fast der halbe Oberrang der Südkurve sprang beim Tor der Hannoveraner jubelnd auf. Das kann nicht sein oder? So langsam sollte man was dagegen tun. Ich sagte schon mal: Vor oder nach dem Spiel mit Gästefans einen trinken geht immer klar, solange die sich auch benehmen. Aber in der Südkurve will ich die nicht haben. Zumindest keine, die so dermaßen provozieren. Es gab nämlich einige Pöbeleien von den Idioten über uns. Es kann einfach nicht sein, das die Gästefans sich in unsere Kurve stellen / setzen und meinen sie könnten sich alles erlauben. Ich hoffe, da wird sich in nächster Zeit was ändern. Geknickt ging es ins Clubheim, wo Benny und ich noch das Spiel des kommenden deutschen Meisters gegen Bayern München sahen. Anschließend nach Hause. – Christoph